Heute aufgelesen: Jobbik, "Ungarische Garde", rassistische Morde an Roma: einen ausführlichen Überblick über die ungarische extreme Rechte gibt die österreichische Tageszeitung Die Presse. Die Miliz "Ungarische Garde" war im letzten Sommer verboten worden - die Rechtsextremisten gründeten einfach eine "Neue Ungarische Garde" und später sogar noch eine "Gendarmerie".
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Heute aufgelesen: Vor fünfzig Jahren endete das Leben von Albert Camus bei einem Autounfall. Die Texte des französischen Schriftstellers und Philosophen sind Bestseller: dennoch dienten sie keiner politischen Bewegung als Leitidee, gegen Vereinnahmung sperren sie sich bis heute. In der Frankfurter Rundschau wird an den Intellektuellen erinnert, der sich der Unterwerfung unter das Schlechte verweigerte, das angeblich einem höheren Guten dienen soll. Der Mensch, der Einzelne ist "unberechenbar, zufällig, sinnlos" - seine Freiheit ist sowohl Maxime wie auch Zumutung. "Es ist die Abweichung vom Programm, aus der das Neue entsteht."
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Heute aufgelesen: Beim hessischen Reservistenverband können sich Rechtsextreme wohl fühlen, berichtet die Frankfurter Rundschau. Ein früherer stellvertretender Vorsitzender der neonazistischen HNG ("Hilfsgemeinschaft für nationale Gefangene") gilt bei den Reserve-Kameraden als "eine der anständigsten Personen", ein weiterer Mann mit jahrzehntelanger Laufbahn in diversen rechtsextremen Parteien darf ebenso Mitglied im Reservistenverband bleiben. Der Verband ermöglichte dazu noch einem bekennenden Neonazi der "Freien Kräfte Schwalm-Eder" die Teilnahme an einer Wehrübung.
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| Tages-Anzeiger, 20 Minuten Online |
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Im Blätterwald vom 18.11.2009
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Heute aufgelesen: Der heutzutage in Italien schön geredete Diktator Benito Mussolini war - kaum anders als Adolf Hitler - glühender Rassist und Antisemit, zeigt ein neues Buch eines Mailänder Journalisten, in dem das Tagebuch der Mussolini-Geliebten veröffentlicht wird. Der Schweizer Tages-Anzeiger und 20 Minuten online berichten über Mussolini im O-Ton und Vergangenheitsbewältigung all'italiana.
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Heute aufgelesen: Im KZ Flossenbürg in der Oberpfalz war Iwan Demjanjuk Wachmann. Von insgesamt 100.000 Gefangenen starben dort mindestens 30.000. Erst seit zehn Jahren gibt es dort eine Gedenkstätte, ab 1958 wurde auf Teilen des KZ-Geländes eine Wohnsiedlung gebaut. Nicht wenige Bewohner der Siedlung denken, dass hier "kein KZ", sondern "nur ein Arbeitslager" war und dass "bestimmte Leute" von der Gedenkstätte "profitieren". Die Reporterin des Tagesspiegel hat auch gehört: "Es war ein Lager, wo böse Buben eingesperrt waren." Der das sagt, lebt in einem Wohnhaus, das für die SS-Führung gebaut wurde. Zu den "bösen Buben" gehörten unter anderen der SPD-Politiker Kurt Schumacher, der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer und Andrej Juschtschenko, der Vater des ukrainischen Präsidenten.
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Heute aufgelesen: " Das Böse ist gut" hieß ein umfangreicher Artikel aus der Zeitschrift Psychologie Heute, der im Jahr 1997 erschien und jetzt vom Eso Blog wiederveröffentlicht wird (auch als PDF-Datei im originalen Zeitschriften-Layout). Der Text von Holdger Platta beschäftigte sich mit rechtsextremistischen Denkstrukturen in der zeitgenössischen Esoterikbewegung - und hat in den 12 Jahren seit der ersten Veröffentlichung nichts an Bedeutung verloren. Im Zentrum des Textes stand die Frage "Gibt es rechtsextremistische Tendenzen in der Esoterikbewegung?". Der Autor gab die Antwort: "Es ist die Esoterik selbst, von Anfang an und in ihrem Kernbestand, die sich mit Grundauffassungen des rechtsextremistischen Denkens deckt."
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Heute aufgelesen: " Wie tief kann ein Land stürzen?" fragt sich die ZEIT. Gemeint ist Ungarn, das in den letzten Jahren zunehmend vom Absturz bedroht ist. Ungehindert gedeihen Rassismus, Antisemitismus und Nazismus, einen zivilen Widerstand gibt es nicht. "Zigeuner, Juden und Fremdherzige" stehen im Fadenkreuz der Rechtsextremen, die bei der Europa-Wahl auf einen Einzug ins Straßburger Parlament hoffen können. Die Rechtskonservativen geben ihnen Schützenhilfe - und können eine Zwei-Drittel-Mehrheit bei den nächsten nationalen Wahlen erwarten.
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Heute aufgelesen: Wo Landtagsabgeordnete von Kabarettisten als "Zecken" sprechen, wo Asylbewerber auf der "Saualm" in einer "Sonderanstalt" nach den Worten eines Nationalrats-Abgeordneten "konzentriert" wurden, wo ein früherer sozialdemokratischer Landeshauptmann (Ministerpräsident) stolz darauf war, Hitlerjunge gewesen zu sein - dort ist die Heimat des seit einiger Zeit in Europa erfolgreichsten Modells des so genannten "Rechtspopulismus". Das Süddeutsche Zeitung Magazin stellt die rhetorische Frage: "Kann man in diesem fremdenfeindlichen Land noch ruhigen Gewissens Urlaub machen?"
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Heute aufgelesen: Sie war französische Gesundheitsministerin und Präsidentin des Europäischen Parlaments, sie setzte die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen durch und erlebte den Fall der Berliner Mauer. Am 15. April 1945 war sie von britischen Truppen befreit worden, nachdem sie Auschwitz-Birkenau und Bergen-Belsen überlebt hatte. Der Tagesspiegel führt ein großes Interview mit Simone Veil.
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Heute aufgelesen: In Österreich pirscht sich eine große Partei an eine Zusammenarbeit mit der FPÖ heran - doch es sind nicht Konservative, sondern die Sozialdemokraten, die zunehmend mit der rechtsradikalen Partei ins Geschäft kommen.
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Heute aufgelesen: Ein Fotoalbum vom Auschwitz-Personal bei heiterer Freizeitgestaltung taucht auf und wird veröffentlicht. Beim "Deutschen Nachrichten-Magazin" DER SPIEGEL aus Hamburg wird daraus eine Attacke auf die Alliierten.
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Heute aufgelesen: Vor fünf Jahren starb der 16jährige Marinus Schöberl in Potzlow (Brandenburg). Weil er die falsche Kleidung trug, beschimpften ihn drei rechtsextreme Jugendliche aus seinem Dorf in der Uckermark als "Untermenschen" und "Juden". Dann brachten sie ihn auf bestialische Weise um und versenkten den Leichnam in einer Jauchegrube.
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| Bayerischer Rundfunk / Spiegel online / Süddeutsche Zeitung |
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Im Blätterwald vom 04./05.05.2007
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Heute aufgelesen: Innerparteilicher Krieg in der Regensburger CSU. Im Machtkampf zwischen konkurrierenden Gruppen wird ein "Dossier" veröffentlicht, das einen üblen rechtsextremistischen Bodensatz ans Tageslicht bringt. Die Spaltung der CSU in der Domstadt droht.
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Heute aufgelesen: Eine linke Partei hat ein echtes Problem mit einem Hardcore-Nazi - der ist Mitglied der Partei und lässt sich nicht rauswerfen.
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