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Homophobie / NPD
Bayern: NPD greift Schwule an PDF Drucken E-Mail
dk / queer.de   
02.10.2006
Rottal-Inn. Die NPD in Rottal-Inn hat die Gründung des schwul-lesbischen SPD-Arbeitskreises "Schwusos Niederbayern" in Passau kritisiert und Homosexualität dabei als "sexuelle Entartung" bezeichnet.

"Anstatt sich um Minderheiten zu kümmern, sollten die großen Parteien lieber einmal die Sorgen und Ängste der breiten Masse ins Auge fassen", schreibt der NPD-Kreisvorsitzende Christoph Hofer auf der Website der rechtsextremen Partei. "Es gibt außer Schwulen, Lesben, Ausländern und Juden auch noch (die Betonung liegt auf noch) normale Deutsche in diesem Land, welche auch etwas Unterstützung von Seiten der Politik vertragen könnten." Die NPD setze sich lieber "für die Nöte der deutschen Familie ein als für die Wünsche Homosexueller".

Jüdische Gemeinden in Bayern und die Schwusos wollen nun juristisch gegen die Partei vorgehen, meldet die Lokalzeitung Am Sonntag, die über den Vorfall gestern in einer Titelgeschichte berichtete. "Wir lassen den unerträglichen Beitrag gerade prüfen, wollen ihn mit einer Unterlassungserklärung stoppen", sagte Schwusos-Sprecher Michael Adam, ein 21-jähriger Politik-Student. Die Jusos, der SPD-Parteinachwuchs, hatte den Arbeitskreis für Schwule und Lesben Mitte September gegründet.


Dieser Artikel erschien zunächst bei dem Online-Magazin externer Linkqueer.de . Die Veröffentlichung bei redok erfolgt mit freundlicher Genehmigung von queer.de.