| Neonazis / NPD / Rechte Gewalt | |||
| Anschläge aufgeklärt |
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| redok | |
| 27.03.2008 | |
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Sittensen/Fulda. Ein Brandanschlag auf einen islamischen Gebetsraum in Sittensen (Niedersachsen) und die Schändung einer jüdischen Gedenktafel in Eiterfeld (Hessen) sind offenbar aufgeklärt. Die Polizei nahm eine Reihe von jugendlichen Tatverdächtigen fest, die zum Teil geständig sind. In beiden Fällen bestand ein Zusammenhang der Verhafteten mit der NPD.
In der Nacht zum vergangenen Samstag hatten die rechtsextremen Täter in Sittensen (Kreis Rotenburg/Wümme) Scheiben eines islamischen Gebetsraums eingeschlagen und versucht, den Raum mit Molotow-Cocktails in Brand zu setzen. Personen waren nicht zu Schaden gekommen, jedoch hatten die Brandflaschen Teppich und Mobiliar beschädigt und einen Sachschaden von etwa 10.000 Euro verursacht. Das Feuer war von selbst erloschen und hatte nicht auf weitere Gebäudeteile übergreifen können. An die Fensterscheiben und an Laternenmasten hatten die Täter Zettel einer Gruppe "Nationale Sozialisten" geklebt. Schon am Samstag war ein 18-Jähriger vorläufig festgenommen worden, in dessen Wohnung die Ermittler einen zerborstenen Molotow-Cocktail, Reste von Brandbeschleunigern sowie zahlreiche Nazi-Devotionalien und NPD-Material fanden. Dennoch wurde er zunächst wieder freigelassen und erst am Montag in Haft genommen, nachdem es Hinweise gab, dass er sich absetzen wollte. Dem Verfassungsschutz ist er seit etwa eineinhalb Jahren bekannt. Nach seiner Inhaftierung wollte er sich von dem Hamburger NPD-Landesvorsitzenden Jürgen Rieger als Anwalt vertreten lassen. Am gestrigen Mittwoch konnten die Polizisten zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 17 und 18 Jahren ermitteln, von denen einer die Beteiligung an dem Anschlag zugab. Nach den Ermittlungen hatten insgesamt sieben Neonazis im Alter von 16 bis 19 Jahren in der Wohnung des 18-jährigen Hauptverdächtigen zunächst die Gründung einer NPD-Ortsgruppe in Sittensen besprochen und dann den Anschlag auf den Gebetsraum geplant. Vier junge Männer hatten dann aber die Wohnung verlassen und nicht an der Brandstiftung teilgenommen; auf sie kommen nun Strafverfahren wegen Nichtanzeige eines Verbrechens zu. Der Staatsanwaltschaft Stade liegen trotz dieser Umstände keine Erkenntnisse "über eine aufkeimende rechte Szene" in Sittensen vor, wie die Agentur ddp berichtet. Gedenktafel für jüdische Gemeinde gestohlen
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