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NPD / Immobilien
Kein Supermarkt für die NPD PDF Drucken E-Mail
redok   
04.07.2006
Cham. Der Versuch der bayrischen NPD, in der Oberpfälzer Kreisstadt Cham einen Gebäudekomplex als Veranstaltungszentrum zu kaufen, ist gescheitert. Die Stadt Cham hat nach eigenen Angaben erfolgreich ein Vorkaufsrecht geltend machen können. Ob die Stadt die Halle tatsächlich auch erwerben muss, ist noch offen.

Anfang Juni hatte die Stadt Cham für die ehemalige Supermarkthalle sowie eine zu dem Komplex gehörende Diskothek das Vorkaufsrecht geltend gemacht, weil sie das Gelände nahe dem Fluss Regen in ihr Hochwasser-Konzept einbeziehen will. Die NPD legte innerhalb der vorgeschriebenen Frist von vier Wochen keine juristischen Mittel gegen dieses Vorgehen ein; der Bescheid ist damit rechtskräftig.

Jetzt hat der Verkäufer des Komplexes, Josef Jäger aus Schwandorf, noch einmal einen Monat Zeit, um den ursprünglichen Kaufvertrag mit der NPD zu annullieren. Lässt er den Vertrag platzen, bleibt alles wie zuvor; andernfalls muss die Stadt die Immobilie kaufen.

Die bayerische NPD hatte - vertreten durch den unterfränkischen Bezirksvorsitzenden Uwe Meenen - für angeblich 1,2 Millionen Euro gekauft. So viel wird die Stadt Cham nicht hinblättern müssen: "Er bekommt nicht das, was er von der NPD erhalten sollte, aber mehr als früher von uns geboten wurde", so die Chamer Verwaltungschefin Sigrid Stebe-Hoffmann laut der Mittelbayerischen Zeitung.