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NPD
Neue Landesvorsitzende in der Pfalz PDF Drucken E-Mail
redok   
23.05.2008
Kaiserslautern. Die NPD Rheinland-Pfalz hat eine neue Landesvorsitzende: Dörthe Armstroff löst den Multifunktionär Peter Marx ab, der neben dem bisherigen Job als Landesvorsitzender auch noch Funktionen als Fraktionsgeschäftsführer in Mecklenburg-Vorpommern, stellvertretender Parteivorsitzender sowie Generalsekretär der NPD hat. Damit hat die Partei in den 16 Bundesländern nun erstmals zwei weibliche Landesvorsitzende.

Wie die rheinland-pfälzische NPD erst heute bekannt gab, wurde bei einem Landesparteitag am 18. Mai in Kaiserslautern der Landesvorstand weitgehend umbesetzt. Fünf Vorstandsmitglieder - darunter auch Peter Marx - traten "aus persönlichen Gründen" nicht mehr zur Wahl an. Zugleich wurde der Vorstand deutlich verkleinert: statt drei stellvertretender Vorsitzender sind es nun zwei, statt fünf Beisitzern hat der Landesvorstand nur noch zwei. Nicht mehr im Vorstand sind demnach Peter Marx, Matthias Kaires, Christian Steup und Markus Walter. Der bisherige Landesorganisationsleiter Markus Walter hatte sich schon zuvor nicht mehr als Kreisvorsitzender Südwestpfalz wiederwählen lassen, weil "insbesondere überregionale Aufgaben es ihm nicht mehr ermöglichen, das Amt optimal auszuüben".

Neue Landesvorsitzende ist Dörthe Armstroff, die zwei Stellvertreter sind wie bisher Safet Babic und Sascha Wagner. Als Beisitzer amtieren der Ehemann der Vorsitzenden Klaus Armstroff und Christian Hehl.

Dörthe Armstroff (geb. 1958 in Zeitz) wurde noch als DVU-Mitglied im Oktober 2005 auf die NPD-Landesliste zur Landtagswahl im März 2006 gewählt. Schon im November 2005 wurde sie jedoch von ihrem Wohnort Weidenthal (Verbandsgemeinde Lambrecht, Landkreis Bad Dürkheim) aus mit der Gründung eines NPD-Kreisverbandes Deutsche Weinstraße aktiv. Bereits einen Monat später wurde sie beim Parteitag in Morbach-Gonzerath zur stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt, ihr Ehemann Klaus wurde Beisitzer im Vorstand und ist außerdem Kreisvorsitzender Deutsche Weinstraße.

Als wichtigste politische Aufgabe bezeichnete Dörthe Armstroff die Kommunalwahlen im Jahr 2009, bei denen die NPD sich aufgrund der weggefallenen Sperrklausel "in ausgesuchten Kreisen" und bei der Wahl zum pfälzischen Bezirkstag gute Chancen ausrechnet.

Armstroff ist erst die vierte weibliche NPD-Landeschefin in der Parteigeschichte. Von 2000 bis 2002 war Karola Nachtigall (heute Karola Suhr) Vorsitzende des damaligen Landesverbandes Berlin-Brandenburg, von November 2005 bis Januar 2007 war Anja Zysk Chefin im Landesverband Hamburg, bis sie von innerparteilichen Feinden aus der Partei gemobbt und von Jürgen Rieger ersetzt wurde. Seit Anfang Juni 2007 ist Carola Holz Vorsitzende des NPD-Landesverbandes Sachsen-Anhalt.


Korrektur vom 26.05.2008

In einer früheren Fassung dieses Artikels hieß es:
"Damit hat die Partei in den 16 Bundesländern wieder eine weibliche Landesvorsitzende."
sowie:
"Armstroff ist erst die dritte weibliche NPD-Landeschefin in der Parteigeschichte. Von 2000 bis 2002 war Karola Nachtigall (heute Karola Suhr) Vorsitzende des damaligen Landesverbandes Berlin-Brandenburg, von November 2005 bis Januar 2007 war Anja Zysk Chefin im Landesverband Hamburg, bis sie von innerparteilichen Feinden aus der Partei gemobbt und von Jürgen Rieger ersetzt wurde."

Dabei war die Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt unberücksichtigt geblieben; die Redaktion bittet um Nachsicht.