| Neonazis / AhmadineDschihad | |||
| Demo-Dschihadisten in Dortmund gesucht |
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| redok | |
| 23.07.2006 | |
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Dortmund. Neonazis aus dem Ruhrgebiet suchen die aktive
Beteiligung von Islamisten bei einer anti-israelischen Demonstration am
2. September. Die Bitte um fromme Gotteskrieger zur Auffüllung brauner
Demo-Reihen wurde vom Delmenhorster Muslim-Markt an zahlreiche "Geschwister im Islam" weitergeleitet.
Wie schon im vergangenen Jahr wollen die Neonazis der "Kameradschaft Dortmund" alias "Freie Kräfte Dortmund" alias "Nationalsozialisten DO" am 2. September den Jahrestag des Beginns des 2. Weltkriegs zum Anlass nehmen, unter "antiimperialistischen" Parolen gegen Israel und die USA zu agitieren. Mit 230 Teilnehmern, die aus dem gesamten westdeutschen Raum angereist waren, blieb der letztjährige Aufzug jedoch in überschaubarem Rahmen. In diesem Jahr suchen die Veranstalter Unterstützung bei islamistischen Gruppen. In einem Schreiben an den Muslim-Markt versicherte der Dortmunder Neonazi Dennis Giemsch den Islamisten, er lese "mit Freude regelmäßig ihre Internetseite", und bat um "jede Beteiligung" in Form von Teilnehmern und Rednern. Leider fehlten die nötigen Ansprechpartner vor Ort, so die Neonazis mit der Bitte, ob der Muslim-Markt behilflich sein könne. Das Islamisten-Organ kam der Bitte mit dem Hinweis nach, dass ortsansässige muslimische Organisationen sich direkt an die Veranstalter wenden sollten. Als Redner angekündigt sind für den Aufzug bisher Alexander Hohensee und Christian Worch aus Hamburg, Dennis Giemsch und Siegfried Borchardt (Dortmund), Dieter Riefling (Hildesheim), Hayo Klettenhofer (München) sowie "eventuelle Überraschungsgäste". Worch, Borchardt und Riefling gehören zu den älteren Neonazis mit früheren Kader-Positionen in der verbotenen neonazistischen FAP ("Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei"), während Hohensee, Giemsch und Klettenhofer zur jüngeren Generation um die Anfang 20 gehören, die teilweise zu den sogenannten "Autonomen Nationalisten" zählen. Die Dortmunder Neonazis gaben unlängst die Parole aus "Null Toleranz für Demokraten!". |