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100 Tage Hakenkreuze | NS-Symbole / 100 Tage | |||
| 100 Tage Hakenkreuze |
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| redok | |
| 27.07.2006 | |
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Walter Wilhelm, Leiter des Bremer Landesamtes für Verfassungsschutz,
sorgte bundesweit für Aufsehen, als er Hakenkreuz-Schmierereien als
Dumme-Jungen-Streiche abtat. "Das haben wir früher doch auch gemacht" -
so wird Wilhelm in den Bremer Nachrichten vom 13.06.2006
zitiert. Weil aber sensibilisierte Bürger die "Propagandadelikte"
anzeigten, sei es kein Wunder, dass mehr rechte Straftaten gezählt
würden.
redok hat sich die Mühe gemacht und dokumentiert 100 Tage Hakenkreuze im Deutschland des Jahres 2006 - selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. AprilAm Bethaus der Evangelisch-Freikirchlichen Baptistengemeinde in Petershagen-Lahde (Nordrhein-Westfalen) wurden rechtsradikale Schmierereien gesprüht. An die Eingangstür wurden ein Hakenkreuz, an die Fenster Keltenkreuze und weitere Schmierereien auf eine Hausecke und einen Anbau gesprüht. In die Schrift seien dabei bewusst rechtsradikale Zeichen eingebunden, berichtet das Mindener Tageblatt vom 18.04.2006. Insgesamt neun Schüler im Alter von zwölf bis 15 Jahren haben obszöne Schmierereien und Hakenkreuze auf Mauern und Denkmäler in Kirchhain (Hessen) gesprayt. Die Farbe erbeuteten sie bei einem Einbruch. Tatmotiv sei der Marburger Neuen Zeitung vom 20.04.2006 zufolge Langeweile gewesen. Bei einer Friedhofsschändung an Ostern in Kirchham (Bayern) wurden Grabsteine mit Hakenkreuzen, Judensternen und SS-Runen beschmiert. Wenig später wurden drei 14-Jährige als Täter ermittelt. Gegenüber der Polizei gaben sie an, sie hätten dies einfach nur aus "Gaudi" gemacht. Unbekannte Täter sprühten um den 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers, in Postbauer-Heng (Bayern) zwei Hakenkreuze und zwei SS-Runen auf ein Trafohaus. Ein 50-jähriger Mann hat am 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers, in brauner NS-Uniform auf einem Balkon in Berlin-Wilmersdorf den Hitlergruß gezeigt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden mehrere Uniformteile, darunter eine rote Armbinde mit Hakenkreuz, beschlagnahmt. Ein 39-jähriger Mosambikaner und sein 14-jähriger Sohn sind am 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers, in Magdeburg von Jugendlichen aus der rechten Szene angegriffen worden. Gegen fünf Jugendliche im Alter zwischen 18 und 26 Jahren wird nach Angaben der Polizei wegen Volksverhetzung, Körperverletzung, Beleidigung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Die Polizei stellte bei drei der Beschuldigten Nazi-Symbole fest, darunter eine Halskette mit einem Hakenkreuz. Unbekannte haben am 25.04.2006 in Bebra (Hessen) einen jüdischen Friedhof mit Hakenkreuzen und SS-Runen geschändet. Insgesamt seien 28 Grabsteine sowie der Eingang und ein Hinweis-Schild beschmiert worden, teilte die Polizei am Dienstag in Bad Hersfeld mit. Am 26.04.2006 wurde in Wustermark (Brandenburg) eine Hakenkreuz-Fahne an einem Brückengeländer über der Bundesstraße 5 befestigt. Laut Mitteldeutscher Zeitung vom 27.04.2006 ermittelt die Polizei gegen eine 20-köpfige Gruppe in Staßfurt (Sachsen-Anhalt). Die alkoholisierten 16- bis 32-Jährigen wären mit Nazi-Parolen aufgefallen und hätten ein Bettlaken aufgehängt, auf das SS-Runen und ein Hakenkreuz gemalt waren. Die Gruppe habe offensichtlich den Geburtstag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß feiern wollen. Bei Fahrzeug- und Personenkontrollen im Vorfeld eines geplanten Rechtsrock-Konzertes stellte die Polizei Gießen (Hessen) am 30.04.2006 ein T-Shirt und eine Gürtelschnalle mit einem Hakenkreuz, Schlagwerkzeuge und 54 CDs mit rechter Musik sicher. In der Nacht des 28.04.2006 haben Unbekannte im Innenstadtbereich in Hameln (Niedersachsen) mehrere Gebäudewände und Böden von Parkflächen und Hinterhöfen mit Hakenkreuzen und SS-Runen beschmiert. Beschmiert wurde auch der Zugangsbereich der türkisch-islamischen Gemeinde. "Der Hintergrund der Taten ist noch völlig unklar", meinte damals einem Bericht des NDR zufolge der Hamelner Polizei-Sprecher Jörn Schedlitzki. Einer Pressemeldung der Polizei Hameln vom 12.05.2006 ist zu entnehmen, es hätte sich ein Tatverdacht gegen zwei junge Männer aus dem Umfeld der rechten Szene ergeben. Bei Hausdurchsuchungen hätten die Ermittler auch drei Kurzwaffen, darunter einen Vorderlader-Revolver, in einer der Wohnungen gefunden. Am 30.04.2006 ist das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park in Berlin mit Nazi-Symbolen, unter anderem mit Hakenkreuzen, beschmiert worden. MaiUm den 1. Mai 2006 wurden an eine Turnhalle in Homberg (Vogelsbergkreis, Hessen) mehrere Hakenkreuze geschmiert. Unbekannte Täter sprühten in der Nacht zum 03.05.2006 ein 3 x 2 Meter großes Hakenkreuz an eine Mauer in Strausberg (Brandenburg). Laut einer Meldung der Märkische Allgemeine vom 03.05.2006 wurden in Rheinsberg (Brandenburg) auf die Giebelwand eines Wohnblocks Hakenkreuze und Runen geschmiert. Bei einer Hausdurchsuchung am 03.05.2006 in der Wohnung einer 61-Jährigen aus dem Landkreis Eichstätt (Bayern) hat die Kriminalpolizei zahlreiche Gegenstände mit verbotenen Symbolen aus der NS-Zeit sichergestellt. Gefunden wurden mehrere tausend NS-Etiketten mit Runen, Adler mit Hakenkreuz und Totenkopf sowie etwa ein Dutzend Totenkopfringe und Anstecknadeln. Daneben stellte die Polizei zwei Original-Hakenkreuzfahnen und zwei SS-Dolche sicher. Am 05.05.2006 grölten in Bochum (Nordrhein-Westfalen) 13 Personen zwischen 15 und 22 Jahren rechte Lieder und ausländerfeindliche Parolen. Die Polizei stellte verbotene Audio-CDs und eine Hakenkreuz-Fahne sicher. In Much (Nordrhein-Westfalen) wurden laut einem Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger vom 09.05.2006 juden- und ausländerfeindliche Parole an der Rückseite des "Sonnentors" entdeckt. Bereits drei Wochen zuvor waren in Much das Rathaus mit ausländerfeindlichen Parolen und mehrere Häuser mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Am 10. Mai 2006 wurde der Polizei mitgeteilt, dass durch unbekannte Täter auf einer Autobahnbrücke an der Bundesautobahn 10 bei Havelland (Brandenburg) eine Fahne mit einem Hakenkreuz angebracht wurde. In Lübeck (Schleswig-Holstein) wurden am 11.05.2006 nach einem erfolglosen Aufbruchversuch der Opferstock einer Kirche und auch mehrere Seiten des Gästebuches mit Hakenkreuzen und SS-Runen beschmiert. Bei einer Gedenkveranstaltung am 13.05.2006 am KZ-Friedhof Birnau (Baden-Württemberg) wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei auf dem Gedenkstein für die KZ-Opfer entdeckt. Mitte Mai wurde bei Fahrzeug- und Personenkontrollen im Vorfeld eines von Rechten angemeldeten "Totengedenken" am Mahnmal eines ehemaligen Kriegsgefangenenlagers in Bretzenheim (Rheinland-Pfalz) eine Halskette mit einem "dreibeinigen" Hakenkreuz (so genannte Triskele) sicher gestellt. In der Nacht vom 14.05.2006 zum 15.05.2006 wurde in Guben (Brandenburg) Fenster und die Eingangstür des Internationalen Jugendvereins durch unbekannte Täter mit Hakenkreuzen in einer Größenordnung bis zu etwa ein mal ein Meter beschmiert. Des Weiteren befestigten die Täter ein Plakat mit nationalsozialistischen Inhalten. Aus antifaschistischen Kreisen verlautet, dass in der Nacht zum 21.05.2006 in Finsterwalde (Brandenburg) der antisemitische Schriftzug "Deutsche wehrt Euch - Kauft nicht bei Juden" sowie ein metergroßes Hakenkreuz auf die Schaufensterscheibe eines Geschäftes geschmiert worden ist. Das Geschäft befindet sich direkt am Gedenkfriedhof "Gedenkstätte Waldfriedhof". Auf einen Jugendclub in Berlin-Hellersdorf ist in der Nacht zum 23.05.2006 ein Brandanschlag verübt worden. Es wurde ein Brandsatz ins Innere des Gebäudes geworfen, zudem wurden ein Fenster zerstört und Hakenkreuze an das Gebäude geschmiert. Unbekannte haben am 22./23.05.2006 in Fünfeichen (Brandenburg) auf dem Spielplatz einer Kindertagesstätte 34 Hakenkreuze auf Spielgeräte gemalt. Ein 14-Jähriger ist am 24.05.2006 in Berlin-Lichtenberg wegen Zeigens des Hitlergrußes festgenommen worden. Bei dem jungen Mann, der mit einer Gruppe von etwa 15 Jugendlichen unterwegs war, wurden auch ein Butterflymesser sowie ein Handy, bei dem als Hintergrundbild ein Hakenkreuz zu sehen war, gefunden. Ferner waren auch "Gewaltdarstellungen" gespeichert. Unbekannte Täter haben in der Nacht zum 26.05.2006 einen Supermarkt in Mestlin (Mecklenburg- Vorpommern) mit einem Hakenkreuz von 1,70 Meter Höhe und Breite sowie mit etwa zehn Meter langen faschistischen Parolen beschmiert. Zwischen dem 24.5.2006 und 29.5.2006 haben Unbekannte nahezu alle Fensterscheiben der Lagerhalle einer Baufirma in Eschweiler (Nordrhein-Westfalen) zerstört und die Außenwände unter anderem mit Hakenkreuzen besprüht. JuniEinem Bericht der Hamburger Morgenpost vom 07.06.2006 zufolge ist das Bismarck-Denkmal im Elbpark in Hamburg mit Dutzenden Hakenkreuzen und rechten Parolen wie "Nein zu Zecken", "Gute Heimreise", "Wir werden siegen" und "White Power" beschmiert worden. In der Nacht vom 06. auf den 07.06.2006 besprühten unbekannte Täter in Obrigheim (Baden-Württemberg) mehrere Gebäude einschließlich der katholischen Kirche sowie insgesamt fünf Kraftfahrzeuge mit volksverhetzenden Parolen und Hakenkreuzen. Die Böblinger Zeitung vom 07.06.2006 berichtet von der Inhaberin einer Gaststätte in Stuttgart-Zuffenhausen (Baden-Württemberg), in deren Räumlichkeiten ein Bild mit dem Konterfei Adolf Hitlers, versehen mit einem Hakenkreuz, gehangen habe. Die Gaststätten-Inhaberin ist vom Landgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. In der Nacht vom 07. auf den 08.06.2006 wurden in Oberndorf (Hessen) auf dem Gelände der Grund- und Hauptschule mehrere Hauswände, ein Mülleimer sowie ein Stromverteilerkasten unter anderem mit Hakenkreuzen und Parolen besprüht. Unbekannte hängten am 09.06.2006 ein Plakat mit Hakenkreuzen auf einer Autobahnbrücke bei München (Bayern) auf. In Homburg (Saarland) wurden an Wegen, auf Schildern und Bäumen Nazi-Symbole wie Hakenkreuze und SS-Runen geschmiert, wie in der Online-Ausgabe 20cent Saar vom 09.06.2006 zu lesen ist. In München wurden am 10./11.06.2006 elf Jugendliche vorläufig festgenommen. Sie hatten den Hitler-Gruß gezeigt und eine Hakenkreuz-Fahne geschwenkt. Vor dem Alsfelder Amtsgericht hat am 12.06.2006 der Prozess gegen drei Rechtsextreme der "Berserker Kirtorf" wegen Volksverhetzung begonnen. Hintergrund ist eine "Party" Anfang Juli 2004 in Kirtorf, bei der die anwesenden Neonazis menschenverachtende judenfeindliche und antidemokratische Lieder grölten. Die im ARD-Magazin Kontraste gezeigten Bilder dieser angeblich "rein privaten Geburtstagsfeier" sorgten bundesweit für Empörung und kurz darauf für eine Polizeirazzia auf dem Anwesen, bei der die Beamten Waffen, eine Hakenkreuzfahne und eine Hitlerbüste konfiszierten. In der Schaumburger Zeitung vom 15.06.2006 ist ein Bericht über einen Prozess vor dem Amtsgericht Bückeburg (Niedersachsen) gegen zwei Männer aus der rechten Szene, die unter anderem Anschläge auf ausländische Gaststätten verübt haben. Die beiden Männer im Alter von 19 bzw. 25 Jahren mussten sich wegen Sachbeschädigung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und Volksverhetzung verantworten. Angesichts der Gewalttaten verhältnismäßig harmlos liest sich im Prozessbericht, dass der 25-jährige Auetaler im Oktober vergangenen Jahres auf dem Rehrener Russenfriedhof sowie dem jüdischen Friedhof in Hattendorf Gräber mit Hakenkreuzen und SS-Runen geschändet hatte. Schmierereien blieben auch an anderen Orten zurück. Beide Männer erhielten Bewährungsstrafen. Unbekannte haben in Nauen (Brandenburg) in der Nacht zum 15.06.2006 eine Hakenkreuzfahne in etwa 20 Metern Höhe am Schornstein einer Schule befestigt. Auf dem so genannten "Bayerntag" der NPD in Regensburg versammelten sich etwa 700 Rechtsextremisten auf einer Halbinsel am Stadtrand, mit Hüpfburg für Kinder und Musikgruppen wie "Burning Hate" ("Brennender Hass"). 36 Teilnehmer wurden wegen Hakenkreuz-Tätowierungen und anderer Propagandadelikte festgenommen. Der ehemalige Landeschef der DVU in Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich Tektas, war im März diesen Jahres vom eigenen Sohn mit einem Samurai-Schwert getötet worden. Einem Bericht von ZEIT online zufolge hat der Sohn in den Vernehmungen ausgesagt, in seinem Elternhaus hätten Hakenkreuzfahnen gehangen und sein Vater habe Adolf Hitler verehrt. Friedrich Tektas, der 1998 von Schleswig-Holstein nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen war, war im Sommer 2000 bundesweit in die Schlagzeilen geraten, weil sich am Giebel seines Hauses in Groß Mohrdorf ein etwa 60 Zentimeter hohes Hakenkreuz aus gelben Klinkern auf rotem Mauerwerk befunden hatte. Circa 50 Hakenkreuze sprühten Unbekannte in Walsrode (Niedersachsen) in der Nacht zum 20.06.2006 auf Außenwände und Fenster der Berufsbildenden Schulen. Zwei 13- und 14-jährige Buben haben in Dingolfing (Bayern) Hakenkreuze an eine Kirchentür sowie ein weiteres in einer Fußgängerunterführung gesprüht. Wie der niederbayerische Lokalsender unserRadio am 23.06.2006 online berichtet, werde ein rechtsextremer Hintergrund ausgeschlossen. Unbekannte beschmierten in Walsrode (Niedersachsen) in der Nacht zum 26.06.2006 ein Gebäude der Zeugen Jehovas und einen davor stehenden Pkw unter anderem mit Hakenkreuzen, SS-Runen und den Schriftzug "Juden raus". In Berlin-Rudow wurde in der Nacht zum 29.06.2006 das Geburtshaus des während der Nazi-Zeit ermordeten Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Heinrich Stahl, mit einem Hakenkreuz in der Größe 50 x 50 Zentimeter beschmiert. In Alsbach (Hessen) wurden Ende Juni 2006 zwei Hakenkreuze auf Schilder am Jüdischen Friedhof sowie weitere Schmierereien auf die Mauer gesprüht. In Schonungen (Bayern) wurde in der letzten Juniwoche ein 5 m hohes Flurkreuz mit Schriftzügen wie "Hurensohn" und einem Hakenkreuz beschmiert. Wie die Mittelbayerische Zeitung am 11.07.2006 berichtet, hat die Kriminalpolizei Schweinfurt einen 15-Jährigen als Tatverdächtigen ermittelt. Zudem hat sich herausgestellt, dass dieser Jugendliche einen drei Jahre jüngeren Schüler unter Vorhalt einer Schreckschusspistole gezwungen hat, ebenfalls Schmierereien an dem Flurkreuz anzubringen. JuliMit einem etwa acht mal acht Meter großen Hakenkreuz wurde ein Flachdach in einem ehemaligen Kasernengelände an der B 5 bei Wustermark/Nauen (Brandenburg) beschmiert. Dieses war unter anderem am 02.07.2006 von Tilman Tögel, einem SPD-Landtagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt, aus der Linienmaschine Wien-Berlin beim Landeanflug auf Berlin-Tegel gesehen worden. Tögel befürchtete, dass auch viele per Flieger anreisende ausländische WM-Gäste Augenzeugen gewesen sein könnten, so die Märkische Allgemeine. Am 03.06.2006 wurde in Beelitz (Brandenburg) ein Hakenkreuz von 1,80 x 1,20 Meter entdeckt, das auf die Verkaufsklappe eines Imbisswagens geschmiert war. Unbekannte besprühten am 04.07.2006 in Mönchengladbach-Wickrath (Nordrhein-Westfalen) sieben Garagentore und einen Verteilerkasten mit blauer Farbe. Sie sprühten mehrfach die Buchstabenkombination ANSW, Hakenkreuze und einmal SS-Runen. Wie ddp am 05.07.2006 meldet, setzt sich die Serie von antisemitischen Farbschmierereien in Berlin fort. Im Bezirk Neukölln wurden an einer Hauswand ein antisemitischer Schriftzug und ein Hakenkreuz entdeckt. Zudem wurde erneut die Gedenktafel für den Schriftsteller Heinrich Stahl beschmiert und dadurch unkenntlich gemacht. In Backnang (Baden-Württemberg) sind in der Nacht zum 07.07.2006 unter anderem Verkehrszeichen, Verteilerkästen, eine Hauswand und die Fahrbahn mit Hakenkreuzen besprüht worden. In Potsdam (Brandenburg) wurden in der Nacht zum 12.07.2006 mehrere großflächige Schriftzüge mit rechtem Inhalt, darunter Hakenkreuze, an Fenster eines Jugendclubs und einer Wand des Einkaufszentrums sowie auf Gehwegen und an einem Hausdurchgang angebracht. Vor dem Landgericht Ravensburg hat ein Prozess wegen Totschlags gegen einen Mann aus Bad Buchau (Baden-Württemberg) begonnen. Wie die taz am 13.07.2006 berichtet, habe der Angeklagte von 1999 bis 2001 an Neonazi-Treffen teilgenommen, von 2001 bis 2003 sei er Mitglied der NPD gewesen, habe die Mitgliedschaft aber verloren, weil er seine Beiträge nicht regelmäßig zahlte. In der Wohnung des Angeklagten wurden Hakenkreuzfahnen, ein Koppelschloss, Landser-Hefte, rechte Literatur und eine Pistole gefunden. Ein 29-Jähriger aus dem Kreis Ostvorpommern hatte am 13.07.2006 in Bansin auf der Insel Usedom (Mecklenburg-Vorpommern) beim Beachvolleyball tätowierte Hakenkreuze auf der Brust und dem Oberarm zur Schau gestellt. Der Mann erhielt eine Anzeige wegen der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen und musste angezogen weiterspielen. Am 16.07.2006 hatten unbekannte Schmierer an einem Gewerbegebäude und auf einem Fußweg in Brandenburg an der Havel (Brandenburg) mehrere Hakenkreuze mit Farbe gesprüht. Auch an einem benachbarten Haus fanden sich weitere Schmierereien und Sprüche. In Berlin-Charlottenburg wurde am 17.07.2006 ein 40-Jähriger festgenommen, weil auf der Vorderseite seines T-Shirts SS-Runen und im Rückenbereich ein Hakenkreuz abgebildet waren. Bei seiner Überprüfung brüllte der Mann zudem Nazi-Parolen und zeigte den Hitlergruß. 24 überwiegend in Oppenweiler (Baden-Württemberg) wohnhafte Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren wurden wegen verschiedener Einbrüche und vielfältigster Vandalismus-Akte ermittelt. Wie die Backnanger Kreiszeitung vom 20.07.06 berichtet, hatte einer der Verdächtigen im März eine 14-Jährige durch einen Schuss aus einer Luftdruckpistole verletzt; im Verlauf dieser Ermittlungen kam zu Tage, dass mit dieser Waffe 20 Straßenlampen beschädigt worden waren. Ein Teil der Jugendlichen war im Dezember 2005 in ein Haus eingedrungen, dessen Bewohner im Urlaub war, und hatte unter anderem ein Hakenkreuz an eine Wand gemalt und Fische getötet, indem in ein Aquarium Wodka geleert wurde. Auf einer "Friedensdemo" am 22.07.2006 in Bremen sind einem Bericht der taz vom 25.07.2006 zufolge Passanten mit Kippa auf dem Kopf bespuckt und beschimpft worden. Demonstranten hätten Transparente mit Hakenkreuz und "Israel =" davor oder einem Judenstern getragen. Bereits bei der ersten Demonstration einige Tage zuvor war auf Transparenten "Vernichtet Israel" und "Tötet Israel" gefordert worden. Ein sprachbehinderter Mann ist am 24.07.2006 in Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt) Opfer eines rechtsextremistisch motivierten Übergriffs geworden. Dem 25-Jährigen sei ein Hakenkreuz auf den Rücken gemalt worden, teilte die Polizei Stendal mit. Wie die Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung am 25.07.2006 berichtet, hat rund zwei Jahre nach dem Auftauchen von gemalten Hakenkreuzen und so genannten Galgenmännchen in Bückeburg und Rinteln (Niedersachsen) das Landgericht Bückeburg einen 46-Jährigen aus Rinteln zu einer Geldstrafe von 200 Euro verurteilt. Am 25.07.2006 war in einem Freibad in Wacken (Schleswig-Holstein) ein 27-jähriger mit einem ca. 15 cm großen auf der linken Brustseite eintätowierten Hakenkreuz aufgefallen. Nachdem er sich bekleidet hatte, durfte er mit Zustimmung des Betreibers im Freibad verbleiben. |