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NPD
Kleine gelbe Menschen in Neukölln PDF Drucken E-Mail
redok   
24.08.2008
Berlin. An einer Demonstration der NPD gegen den Bau von zwei Hindu-Tempeln in Berlin-Neukölln nahmen heute 150 Neonazis teil. In einer Rede klagte der NPD-Bezirksverordnetete Thomas Vierk darüber, wie sehr sich sein Stadtbezirk verändert hat.

Dabei schilderte Vierk, der nach eigenen Aussagen sein ganzes Leben in Neukölln verbracht hat, in drastischen Worten den Wandel. Statt einer "blühenden Einkaufsstraße" mit Eckkneipen und Wurstbuden sehe er nun "finstere Elemente aus dem fernen Afrika" und "kleine gelbe Menschen", die asiatische Artikel "in übler Qualität" verkauften.

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NPD-Funktionär sieht "kleine gelbe Menschen" (Bild: simpsonsline.com)

Darüber hinaus beklagte Vierk, dass in der Bundeshauptstadt neue Gebäude errichtet werden können: "Wenn eine Gemeinde von 200 Hindus das Recht erhält, ihren eigenen Tempel zu bauen, dauert es nicht mehr lange bis jeder Zugereiste seinen eigenen Bau aufstellen will und wahrscheinlich sogar darf!" Dann drückte der Bezirksverordnete seine Angst aus, dass demnächst "bunt geschmückte Elefanten über die Hermannstrasse" ziehen würden. Schließlich sprach er sich gegen die Aneignung von Fremdsprachen aus: "Fremde Sprachen sollen wir lernen, Kebab essen und Eiran trinken."

Gegen die Kampagne der NPD hatten 600 Menschen demonstriert, die dem Vernehmen nach auch in anderen Farben als gelb erschienen waren. Die Polizei nahm im Vorfeld des NPD-Aufmarsches den früheren Anführer der Neonazi-Kameradschaft "Tor" Björn Wild fest, der mit Haftbefehl wegen Widerstands gegen Polizeibeamte gesucht wurde. Die Kameradschaft war 2005 verboten worden.