| Braune Waren / NPD | |||
| "Nordisches" Business tief im Süden |
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| redok | |
| 20.12.2008 | |
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Nürnberg/München. Die führenden Textil-Ausstatter für den trendbewussten Rechtsextremen treten mit ihrer Marke "Thor Steinar" erstmals in bayerischen Städten auf. In Nürnberg protestierten heute 2.000 Demonstranten gegen ein vor kurzem eröffnetes Ladengeschäft "Tønsberg", in München steht ein NPD-Mann hinter einem nordisch getrimmten Versandgeschäft.
In der fränkischen Metropole hat am 28. November das Ladengeschäft "Tønsberg" in bester Innenstadtlage am Kornmarkt eröffnet. Bereits am Eröffnungstag kam es zu ersten Protesten kleinerer Gruppen. Einen Tag später standen schon 150 Menschen vor dem Geschäft und forderten die Schließung des Ladens. Heute zogen 2.000 Demonstranten durch die Stadt. Der Vermieter des Nürnberger Ladenlokals hat erklärt, er sei von der Ausrichtung des Ladens überrascht worden: "Wir wussten nicht, worauf wir uns da einlassen." Unter den gegebenen Umständen würden die Eigentümer "tun, was wir können, um die Mieter rauszukriegen". In München werden die Thor-Steinar-Klamotten seit kurzem von einem Geschäft "Nordland München" verkauft, das jedoch bislang nur als Internet-Versandhandel auftritt. Die Internetdomain des Shops gehört Toni Kuster (23), der zur Landtagswahl im September als NPD-Kandidat im Stimmbezirk München-Pasing und auf Platz 17 der Wahlliste im Regierungsbezirk Oberbayern angetreten war. Die Münchner mit dem nordisch gestylten Business versprechen der Kundschaft: "Verwurzelt in der nordischen Mythologie, getragen von dem Idealismus, sich abzuheben von der grauen Masse präsentieren wir sie hier im Süden, für alle, die mutig sind, ihre individuelle Persönlichkeit auch im Kleidungsstil auszudrücken." Die Marke "Thor Steinar" der brandenburgischen Firma "Mediatex" gibt sich als unpolitische "Outdoor" oder "Streetwear"-Kleidung, wird jedoch gerne von vor allem jüngeren Rechtsextremisten getragen. Kritiker argwöhnten, Verkaufserlöse würden auch in rechtsetxreme politische Projekte fließen. Das zunächst verwendete Logo der Marke wurde in verschiedenen Bundesländern verboten, weil es an das von auch NS-Organisationen verwendete Symbol "Wolfsangel" erinnerte. In verschiedenen Fußballstadien haben die Vereinsführungen Hausverbote für Thor-Steinar-Kleidung erlassen. |