| Rechtsextremismus | |||
| Rechte Verwirrung: Moslems wollen Frohsinn |
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| ak | |
| 06.01.2009 | |
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Köln. Um die Unbeflecktheit kölschen Kulturguts sorgt sich die gern als "rechtspopulistisch" auftretende Gruppierung "pro Köln". Dabei können die rheinischen Rechtsausleger sich nicht recht entscheiden, weshalb sie nun gegen Kölner muslimischen Glaubens vom Leder ziehen wollen: denn einerseits fürchten sie den Untergang des karnevalistischen Abendlands wegen der Beteiligung von "muslimischen Zuwanderern" am alljährlichen Kölner Ausnahmezustand, andererseits dekretieren sie "das Scheitern des Multi-Kulturalismus" wegen angeblicher Nicht-Beteiligung von "muslimischen Zuwanderern".
Ein gehöriger Teil der Kölner mache alljährlich im Februar "einen mehr oder weniger desintegrierten Eindruck", beginnen die vom Landes-Verfassungsschutz (Dienstsitz: Düsseldorf) als Rechtsextremisten Beobachteten ihre Klage. Doch gemeint sind damit keineswegs die Menschenmassen, die durch übermäßigen Verzehr des dort als Bier angebotenen "Kölsch" niedergestreckt wurden. Gemeint sind als Desintegrierte während des Der Vorwurf gegen die Andersgläubigen läuft darauf hinaus, dass sie sich eben wegen ihres Glaubens eigentlich nicht an den ortsüblichen jahreszeitlichen Ausschweifungen beteiligen könnten. Die mangelnde "Kompatibilität von Alkoholgenuß und relativer sexueller Freizügigkeit mit den Geboten der Scharia" stehe der Integration von Immigranten entgegen, argumentieren die Islam-Verächter von Rechtsaußen. Da muss es die Retter des Abendlandes hart getroffen haben, dass sich nun in der Hochburg rheinischen Frohsinns ein "Erster Türkischer Karnevalsverein Deutschlands“ (TKVD) gebildet hat, der den "türkischen Landsleuten eine Möglichkeit bieten" will, "eine eigene Karnevalskultur zu entwickeln", die dann "langfristig" in die des Kölner Karnevals "einfließen" könne, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. "Der Kölner Frohsinn zur Karnevalszeit ist etwas, das auch wir Türken in unseren Herzen tragen", wird aus der Selbstbeschreibung des neuen Vereins zitiert. Soviel auswärtiger Frohsinn war den "Rechtspopulisten" des Schlechten zuviel, doch in der Eile hatten sie sich wohl nicht recht klar gemacht, weshalb sie nun eigentlich gegen Immigranten-Humor wettern wollen. Denn zum Einen wird durch die Beteiligung am Karneval befürchtet, nun stünde bald "Alkoholverbot bis Ende Februar, Burka-Gebot für Karnevalistinnen" bevor. Andererseits ist angeblich Multi-Kulti in Sachen Karneval längst gescheitert, denn "die Feierlichkeiten finden ohne unsere muslimischen Zuwanderer statt". Mit dieser raffinierten Argumentation hat man zwar keinen Preis im Logik-Wettbewerb gewonnen, andererseits ist damit sichergestellt, dass man auf jeden Fall etwas gegen die "Moslems" zu meckern hat. Man kann es nicht jedem recht machen, sagt das Sprichwort, was im Umkehrschluss wohl bedeutet, dass der Rechte jedes zunichte machen kann.
Dabei haben die Stänkerer von "pro Köln" anscheinend gar nicht bemerkt, dass sie ihren Karnevals-Kulturkampf längst verloren haben. In dem maßgeblich von ihnen angezettelten "Moschee-Streit" hat sich der Kölner Karneval längst als Integrations-Motor erwiesen. Der Zugleiter des
Während die Karawane weiterzieht und |