| NPD / Antisemitismus / Holocaustleugner | |||
| NPD-Aktion am Holocaust-Gedenktag |
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| redok | |
| 20.01.2009 | |
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Berlin. Die NPD will in Berlin-Mitte mit einer "Mahnwache" gegen den Gaza-Krieg Israels protestieren. Ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag wollen die Rechtsextremen nun Israel wegen eines "Holocaust im Gaza-Streifen" anklagen.
Ab 19 Uhr will der Berliner NPD-Landesverband am 27. Januar an der Kreuzung Friedrichstraße/Französische Straße gegen "israelischen Holocaust im Gaza-Streifen" protestieren, der ein "Vernichtungsfeldzug" sei. Der 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz im Jahre 1945. Seit 1996 wird der Tag als " Bisher hat die NPD bereits am 9. Januar in München eine ähnliche Mahnwache am Marienplatz veranstaltet. Dort wollte der NPD-Bezirksvorsitzende Roland Wuttke ursprünglich eine Demonstration vom Rathaus zum Jakobsplatz durchführen, wo die Neonazis laut Anmeldung die Synagoge mit Schuhen bewerfen wollten. Nachdem diese Anmeldung abgelehnt worden war, wollten sie ersatzweise auf dem Marienplatz eine israelische Fahne mit Schuhen bewerfen oder als "Kunstaktion" vor dem Rathaus eine Israel-Flagge auf den Boden legen und darauf Schuhe stellen. Auch diese antisemitischen Aktionen wurden vom Münchner Kreisverwaltungsreferat untersagt. Offiziell äußert sich die NPD vor allem wegen der bestehenden Rechtslage und der Strafbarkeit der Holocaust-Leugnung nicht zum Völkermord an den Juden durch das NS-Regime. Im Dezember 2007 hatte das TV-Magazin Report Mainz ein Interview mit dem NPD-Vorsitzenden Udo Voigt ausgestrahlt, in dem er - vermeintlich ohne Aufzeichnung - sagte: "Die sechs Millionen kann nicht stimmen. Es kann maximal 340.000 in Auschwitz umgekommen sein. Da sagen zwar die Juden immer, auch wenn nur ein Jude umgekommen ist, weil er Jude ist, ist das ein Verbrechen. Aber es ist natürlich ein Unterschied, ob wir für sechs Millionen zahlen oder für 340.000." Vor einigen Wochen sprach die Brandenburger NPD von einer "tagtäglichen sentimentalen Gefühlsduselei im Zusammenhang mit eben diesen Ereignissen". In ihrer internen Schulungsbroschüre "Argumente für Kandidaten & Funktionsträger" legt die Parteiführung ihren Mitgliedern ans Herz: "Auf den Themenkomplex Holocaust, Kriegsschuldfrage 1939 und Nationalsozialismus sollte sich mit dem Hinweis auf die Gegenwartsaufgaben der NPD niemand festnageln lassen" und empfiehlt Antworten wie: "Ich beteilige mich nicht an der von linken Umerziehern betriebenen Vergangenheitsbewältigung". Wenn die NPD vom Holocaust spricht, dann handelt es sich beispielsweise um die Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg als "Bomben-Holocaust " oder den angeblich von Israel "angestrebten Holocaust an Palästinensern".
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