| Neonazis | |||
| Verbotener "Schutzbund" in Sachsen wieder aufgetaucht? |
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| redok | |||||
| 31.07.2006 | |||||
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Leipzig. Zweieinhalb Wochen nach dem Verbot des rechtsextremen "Schutzbund Deutschland"
durch den brandenburgischen Innenminister hat sich offenbar eine
Nachfolgeorganisation gebildet. Als Kontakt wird eine Postfachadresse
in Leipzig angegeben.
Der "Schutzbund Deutschland" war aus einer NPD-Abspaltung namens "Bewegung Neue Ordnung" hervorgegangen. Die jetzt an den Tag getretene Gruppe nennt sich "Bewegung Neues Deutschland". Der "Schutzbund" hatte in Alt-Krüssow in der Prignitz (nördlich von Berlin) eine professionelle Druckerwerkstatt betrieben, in der vor allem rassistische Propaganda-Flugblätter, -Plakate und Aufkleber in charakteristischer Aufmachung hergestellt und in großen Mengen versandt wurden. Mit dem Vereinsverbot am 04.07. war die Ausstattung beschlagnahmt worden. Unter die Verbotsverfügung fallen auch die Webseiten der Organisation und die des dazugehörigen MT- Versandantiquariats, bei dem nationalsozialistische Schriften wie NSDAP-Schulungsbriefe oder Reden Hitlers angeboten wurden. Ende vergangener Woche tauchte erstmals die "Bewegung Neues Deutschland" auf und bewarb ein Flugblatt in gleicher Aufmachung wie die "Schutzbund"-Pamphlete. Darüber hinaus werden weitere neue Flugblätter und Aufkleber im selben Turnus wie ehemals vom "Schutzbund" angekündigt. Neben einer PDF-Datei bieten die Neonazis den Versand von gedruckten Exemplaren in größeren Mengen an. Außer der Postfachadresse in Leipzig wird nur eine Emailadresse als Bestelladresse angegeben.
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