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AhmadineDschihad / Holocaustleugner / Antisemitismus
"Große Lüge" am Holocaust-Gedenktag PDF Drucken E-Mail
redok   
02.02.2009
Teheran. Eine "große Lüge" nannte in der vergangenen Woche am Holocaust-Gedenktag der iranische Regierungssprecher den Völkermord an den europäischen Juden. Der Holocaust sei erfunden worden, um im Nahen Osten den Staat Israel zu etablieren.

Der Regierungssprecher Gholam Hossein Elham hatte am 27. Januar, dem international begangenen Holocaust-Gedenktag, an einer Konferenz zum Thema Gaza im iranischen Ghom teilgenommen, einem der wichtigsten religiösen Orte im Iran. Elham sagte laut der Agentur IRNA bei der Konferenz: "Der Holocaust ist ein Konzept, das von einer großen Lüge kommt und geschaffen wurde, um ein wurzelloses Regime im Herzen der islamischen Welt anzusiedeln."

Schon früher hatten iranische Offizielle den Holocaust geleugnet. Staatspräsident Ahmadinedschad hatte in 2005 einen "Mythos" genannt. Insbesondere mit der sogenannten "Holocaust-Konferenz" im Dezember 2006 hatte der Iran versucht, sich mit westlichen Holocaust-Leugnern zu verbünden. Bei dieser Konferenz, bei der auch ein NPD-Funktionär mitgemacht hatte, war der unverhüllte Antisemitismus der Teilnehmer deutlich geworden.

Selbst der NPD-Chef Udo Voigt hatte in einem erhellenden Fernseh-Interview mit vermeintlich iranischen Journalisten den Holocaust heruntergespielt. Sein jetziger Herausforderer als NPD-Vorsitzender Andreas Molau hatte 2006 mit einer eigenen Zeichnung an einem sogenannten "Cartoon-Wettbewerb" teilgenommen, der von einer iranischen Zeitung ausgerichtet worden war und bei dem sogenannte "Karikaturen" über den Holocaust prämiert werden sollten.