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NPD / Vor Gericht
Nächster Prozess wegen Busse-Begräbnis steht bevor PDF Drucken E-Mail
redok   
03.02.2009
Regensburg/Passau. Ein weiterer Prozess wegen der Gewalttätigkeiten bei dem Begräbnis des Nazis Friedhelm Busse steht bevor. Gegen den Regensburger NPD-Chef erging ein Strafbefehl wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Der Parteifunktionär hat gegen den Strafbefehl Widerspruch eingelegt, damit kommt es zu einer Hauptverhandlung.

Wie das externer LinkInternetportal Regensburg digital heute meldet, muss sich der Regensburger NPD-Kreisvorsitzende Willi Wiener wegen der Vorwürfe vor dem Amtsgericht Passau verantworten. Wiener soll anlässlich der Beerdigung des Altnazis Friedhelm Busse in Passau einem Polizeibeamten gegenüber tätlich geworden sein. Vor gut einem Jahr war Wiener wegen einer illegalen Demonstration zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden.

Bei der Busse-Beerdigung am 29. Juli 2008 waren 30 Neonazis externer Linkauf einen Reporter losgegangen und hatten ihn mit Schlägen und Tritten verletzt. Einer der Schläger wurde bereits zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt.

Gegen den norddeutschen Neonazi Thomas Wulff steht ebenfalls in Passau ein Prozess bevor. Er hatte bei dem Busse-Begräbnis eine Hakenkreuzfahne auf den Sarg gelegt. Wulff wurde erst vor wenigen Tagen von der NPD Schleswig-Holstein auf Platz drei der dortigen NPD-Landesliste zur Bundestagswahl gewählt.