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| NPD will "Bürgerbüro" in Straubing eröffnen |
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| Robert Andreasch | |
| 11.02.2009 | |
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Straubing. Der NPD-Kreisverband Straubing-Regen kündigt für den 1. März die Eröffnung eines "Bürgerbüros" in Straubing an. Erneut werden der neofaschistischen Partei dafür Räumlichkeiten der ehemaligen "Tierklinik Dr. Fechter" in der Osserstr. 17 überlassen.
Während des bayerischen Landtagswahlkampfes durfte die NPD schon einmal die Räumlichkeiten der insolventen ehemaligen Tierklinik von Dr. Roland Fechter nutzen. Demonstrativ wurden damals ein Schild, ein Schreibtisch mit NPD-Materialien und einige beklebte Plakatpappen in und an der Halle im Straubinger Industriegebiet angebracht. Eine wirkliche bayernweite Nutzung und Bedeutung als "NPD-Wahlkampfzentrale" gab es wohl nie. Auf dem Grundstück konnte die NPD jedoch ihr "Sommerfest" im September 2008 veranstalten. Immobiliendebatte reloaded
Gleichzeitig begann damals - wie in vielen anderen Städten - die NPD eine Debatte zu lancieren, sie plane angeblich den Kauf des Gebäudeensembles in Straubing. Das antifaschistische a.i.d.a.-Archiv in München wies damals darauf hin, dass die finanziellen Verhältnisse der bayerischen NPD einen Kauf der ca. 2,3 Millionen Euro teuren, heruntergekommenen Immobilie absolut unwahrscheinlich machen. Gleichzeitig wurde die Taktik, Schlagzeilen durch angekündigte Hauskäufe zu machen, von der NPD ja auch u. a. im fränkischen Warmensteinach, in Würzburg und im oberbayerischen Halsbach angewandt. Die Städte Grafenwöhr (Tennishalle), Cham (Diskothek), Lauf (Wiesengrundstück) ließen sich in den letzten Jahren durch einschlägige Drohungen zu einem Kauf drängen. Die Städte Altreichenau (Wellenbad), Neumarkt (Bürogebäude), Weissenohe (Wiesengrundstück), Halsbach (Gasthaus Gruber), Warmensteinach (Pension Puchtler) ließen sich dagegen nicht schrecken, in keinem Fall haben danach Partei oder Strohmänner zugegriffen. Das von der NPD angekündigte "Bundes-Schulungszentrum" in Altötting entpuppte sich als unbenutzbare Bauernhofruine eines lokalen NPD-Aktivisten.
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