| NPD / Rechte Gewalt / Vor Gericht | |||
| Anklage gegen NPD-Vorständler |
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| redok | |
| 20.02.2009 | |
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Mühlhausen. Gegen NPD-Vorstandsmitglied Thorsten Heise hat die Staatsanwaltschaft Mühlhausen Anklage wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erhoben. Bei einer Durchsuchung im Oktober 2007 waren in Heises Anwesen mehrere Waffen gefunden worden.
Ursprünglich hatten die Ermittler das Heise-Heim in Fretterode im thüringischen Eichsfeld nur wegen gesetzeswidriger Tonträger durchsucht. Dabei waren als Zufallsfund mehrere Waffen sichergestellt worden, darunter eine halbautomatische Selbstladewaffe sowie eine Maschinenpistole des israelischen Fabrikats "Uzi". Diese sei zwar unbrauchbar gemacht worden, aber nicht in der Weise, dass sie nicht wieder hätte funktionsfähig gemacht werden können, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Derartige Verstöße würden mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft. Das Verfahren gegen Heise soll am Amtsgericht Mühlhausen verhandelt werden. Heise ist Mitglied im NPD-Parteivorstand und kandidiert zur Bundestagswahl auf Platz 3 der thüringischen NPD-Landesliste. Seit vielen Jahren ist er Anführer der "Kameradschaft Northeim" in seiner niedersäschsischen Heimat. Dort war er auch Landesvorsitzender der verbotenen neonazistischen "Freiheitlichen Arbeiterpartei" (FAP) gewesen. Mehr als zehn Verurteilungen wegen schwerer Körperverletzung, Landfriedensbruch und Nötigung hat Heise bereits auf seinem Konto. Zuletzt war er im Dezember 2007 zu einem Jahr auf Bewährung wegen Volksverhetzung verurteilt worden, die Verurteilung war im Mai 2008 bestätigt worden. Laut Medienberichten sind gegen ihn noch mehrere andere Strafverfahren anhängig. |