hintergrund
Das "Freie Netz Süd" - Einblicke in ein bayerisches Neonazinetzwerk | Neonazis / NPD | |||
| Das "Freie Netz Süd" - Einblicke in ein bayerisches Neonazinetzwerk |
|
|
|
| art-nb | |
| 04.03.2009 | |
|
In mehreren Regionen haben sich in den vergangenen Monaten Gruppen von Neonazis aus der NPD verabschiedet und eigene Plattformen gebildet. Auch in Bayern haben rechtsextreme Aktivisten mit dem "Freien Netz Süd" ein neues Netzwerk geknüpft, das der NPD Konkurrenz von rechtsaußen macht.
Alte Kader im neuen GewandEnde des Jahres 2008 spalteten sich, nach einem mißglücktem Putschversuch auf dem NPD-Landesparteitag, mehrere Akteure der bayerischen freien Kameradschaftsszene von der NPD ab. Unter ihnen befanden sich Matthias Fischer (Fürth), Norman Kempken (Nürnberg), Lutz Passon (Ebermannstadt), Matthias "Baffo" Bauernfeind (Himmelstadt/Main-Spessart) und Tony Gentsch (Töpen). Andere wie etwa Norman Bordin (München), Karsten Panzer (Plößberg/Bezirksgeschäftsführer der NPD Oberpfalz) oder Uwe Meenen (Würzburg) verblieben zwar in der Partei, arbeiten aber nichtsdestotrotz mit den "Abweichlern" zusammen, teilweise auch gegen die Interessen der Mutterpartei. Dieses Verhalten führte zum faktischen Auseinanderbrechen diverser Kreisverbände, wie etwa dem KV Hof/Wunsiedel, der sich nicht nur personell neu aufstellen musste.NPD Bayern vs. "Nationale Sozialisten"Bereits vor dem öffentlichen Bruch nach dem Landesparteitag rumorte es in der bayerischen Neonaziszene. Im Juli 2008 veranstalteten der Bund Frankenland und "Freie Kräfte aus Franken" einen sogenannten "Nationalen Frankentag" im oberfränkischen Weißenohe, der in direkter Konkurrenz zum offiziellen Bayerntag des NPD-Landesverbandes am gleichen Tag stattfand. Während der gesamten Wahlkampfphase im Sommer 2008 schossen dann eben jene "Freien Kräfte" gegen den von Sascha Roßmüller ausgegebenen Kurs, die NPD als konservative Heimatpartei zu präsentieren. Seinen vorläufigen Höhepunkt erreichten die Auseinandersetzungen jedoch vor dem ersten Aufmarsch des FN Süd in Weiden am 07.02.09. Zu seiner Haltung gegenüber dem Aufmarsch befragt, gab Patrick Schröder, seines Zeichens "Abteilungsleiter Organisation" im Landesvorstand der NPD und somit eigentlich Koordinator zwischen der Partei und radikalen Kräften, Bezirksvorsitzender Oberpfalz und Kreisverbandsvorsitzender der NPD Weiden, unter anderem an, er sei unglücklich über nicht erfolgte Absprachen und die NPD werde diese Demonstration nicht unterstützen. Darauf verfassten Karsten Panzer und Robin Siener offene Briefe, in denen sie Patrick Schröder jegliche Zusammenarbeit aufkündigten und klarstellten, die NPD Oberpfalz werde selbstverständlich die Demonstration in Weiden unterstützen. Konsequenzen aufgrund dieses offenen Affronts mit ihrem Bezirksvorsitzenden gibt es für die beiden Abweichler bis dato nicht.Das "Freie Netz" - eine virtuelle Kameradschaft
Dankbar wurde von den bayerischen Putschisten, die für sich selber den Titel "Nationale Sozialisten" beanspruchen,
Dieser Artikel erschien zunächst bei |