| NPD | |||
| Frauenknappheit bei der NPD |
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| redok | |||
| 06.03.2009 | |||
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Mit einer eigenen Frauenorganisation wollte sich die NPD für das weibliche Geschlecht attraktiver machen. Doch offenbar hat der "Ring Nationaler Frauen" (RNF) Probleme damit, ausreichend Personal für feminin-braune Propaganda zu finden.
Zu Beginn dieser Woche veröffentlichte der RNF einen länglichen Text unter dem Titel Das Heimchen vom Herd oder gender in Afghanistan". Darin lässt sich die angebliche Autorin über ihren schweren Hausfrauen-Alltag aus, schimpft über "den Mann", der eigentlich "schon längst zu Hause sein" müsste und berichtet über den Sohnemann, der "seine Kumpels holen" will, um "den Türken eins auf den Turban zu geben". "Manchmal möchte ich schon tauschen – mein Heimchendasein mit der Karrierefrau", seufzt die Rechtsaußen-Mutti der NPD-Frauenorganisation auf die Webseite. Dazu müsste sich der Verfasser der Zeilen allerdings zunächst einer Geschlechtsumwandlung unterziehen, denn die "Heimchen am Herd"-Prosa stammt vom NPD-Funktionär Kersten Radzimanowski, wie unter dem Text vermerkt wird. Offenbar hat der RNF Probleme, genügend weibliche Autoren schreiben zu lassen, sodass wie in diesem Fall ein älterer Herr als NPD-Mutti einspringen muss.
Der Mann aus dem brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland unterstützt die NPD seit dem Sommer letzten Jahres und gibt an, er sei "Außenminister der letzten DDR-Regierung" gewesen. Mittlerweile wurde der als 60-jähriger Historiker Bezeichnete von der NPD Brandenburg auf den vierten Platz der Landesliste und als Direktkandidat für den Wahlkreis Märkisch-Oderland zur Bundestagswahl gewählt. Die heimische NPD-Gliederung stellt ihn als "freien Publizisten" vor, der verheiratet sei und drei Kinder habe - genau so wie das RNF-"Heimchen". Als "Familienvater" wolle er "für ein Deutschland, das den Deutschen wieder vertraute Heimat ist" wirken. Ob Radzimanowski nun auch im Wahlkampf als "Heimchen am Herd" auftreten wird, wurde nicht bekannt. |
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