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Rechtsextremisten
"Rechtspopulisten" wollen in Landtag PDF Drucken E-Mail
redok   
15.03.2009
Köln. Die als "Rechtspopulisten" auftretende Gruppierung "pro NRW" will im Frühjahr 2010 zu der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen antreten. Bei den Kommunalwahlen am 30. August dieses Jahres hofft die Rechtsaußen-Gruppe auf zahlreiche örtliche Mandate.

Nach Angaben von "pro NRW" beschlossen etwa 80 Teilnehmer einer gemeinsamen Funktionsträgertagung von pro Köln und pro NRW einstimmig den Antritt zur Landtagswahl. Im Juni dieses Jahres soll auf einem Parteitag von "pro NRW" eine Landesliste bestimmt werden.

Bei dem landesweit auftretenden und als Partei registrierten Verband und der lokalen Gruppe "pro Köln" sind derzeit nach eigenen Angaben über 1.300 Menschen organisiert. Markus Beisicht, Vorsitzender von "pro NRW", reklamiert unter Berufung auf diese Zahl, "klar die stärkste politische Kraft rechts der CDU in NRW" zu sein.

Die "pro"-Gruppen stellen sich selbst als "rechtspopulistisch" dar und konzentrieren sich auf das Thema einer angeblichen "Islamisierung Europas". Am vergangenen Samstag trafen sich Funktionäre und Anhänger der Gruppe bereits zum fünften Mal zu einer so genannten "Samstagsdemo" an der Baustelle einer künftigen Moschee in Köln-Ehrenfeld. Dabei sollen pro-Funktionäre den vor 20 Jahren bekannt gewordenen Ruf der DDR-Opposition angestimmt haben "Wir sind das Volk".

Am Freitag hatte "pro NRW" die Produktion eines "islamkritischen" Films angekündigt, der Anfang April erscheinen soll. Ausdrücklich stellte die Partei damit eine Parallele zu dem Film "Fitna" des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders her. Den "Hauptstrang des Werkes" soll eine Selbstdarstellung bilden, nämlich "die Vorreiterrolle der pro-Bewegung in diesem politischen Kampf um das Erbe des christlichen Abendlandes". Am 9. Mai wollen "pro Köln" und "pro NRW" in der rheinischen Stadt einen "Anti-Islamisierungskongreß" veranstalten, nachdem im September 2008 ein erster Anlauf auf massiven Protest gestoßen war und schließlich aus Sicherheitsgründen von der Polizei abgebrochen wurde.