| AhmadineDschihad | |||
| Islamisten für Heilige Maria |
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| redok | |
| 08.04.2009 | |
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Delmenhorst. Das Internetportal Muslim-Markt hat den Piper-Verlag in eine "Boykottliste" aufgenommen. Die Islamisten ärgern sich über einen Roman, mit dem die "Heilige Maria" verunglimpft werde.
In einer am gestrigen Dienstag veröffentlichten Erklärung beklagt der Muslim-Markt-Betreiber Yavuz Özoguz, dass "die Meinungsfreiheit als hoher Götze angebetet wird und wichtiger eingestuft wird, als die Würde des Menschen". Insbesondere sieht Özoguz die Würde von neutestamentarischen Figuren verletzt: "Haben Maria und Josef keine unantastbare Würde? Erlischt die Würde des Menschen mit seinem Ableben?" Stein des Anstoßes für den Maria-Verteidiger aus Delmenhorst ist ein Roman von Jürgen Wertheimer mit dem Titel "Als Maria Gott erfand". Das Buch ist soeben im Pendo-Verlag erschienen, der seit dem letzten Jahr zum Piper-Verlag (München) gehört. Im Werbetext zum Buch heißt es:
Offenbar reichte ein solcher Werbetext dem norddeutschen Islamisten aus, um ein vernichtendes Urteil über das Buch als "Hetzschrift" zu fällen. Heutzutage gehöre es fast schon zum guten Ton, "Religionen zu verunglimpfen und Gläubige aller Religionen zu beleidigen". Zugleich klagt Özoguz über ausbleibenden Protest der katholischen Kirche und fragt in Bezug auf den Buchautor: "Ist er denn zumindest exkommuniziert worden?" Schließlich konstatiert der Islamist einen "Verfall der Werte jener Kultur, die vorgibt, Jesus vertreten zu wollen" und behauptet, es seien "im Wesentlichen nur noch deutsche Muslime, die sich für Jesus und Maria in diesem Land einsetzen und auch nicht scheuen, durch unbequeme – aber durchaus legale – Aktionen ihr geringes Mögliches zu tun, um die Würde der Heiligen Maria schützen zu helfen". Daher ruft "der Muslim-Markt ab sofort zum Boykott des Piper-Verlages auf". Der Muslim-Markt wird seit einigen Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet. Das Portal, das sich am iranischen Islamismus orientiert, lehnt die Existenzberechtigung des Staates Israel ab. Ein Verfahren wegen Volksverhetzung gegen Özoguz wurde im Dezember 2004 gegen Zahlung einer Geldbuße an eine wohltätige Organisation eingestellt, nachdem einige inkriminierte Texte von den Webseiten des Muslim-Markt entfernt worden waren. Gegenüber offen neonazistischen deutschen Gruppierungen wahrt der Muslim-Markt Distanz, hat aber in jüngerer Zeit mehrfach durch Interviews etwa mit dem NPD- und DVU-Funktionär Andreas Molau und Empfehlungen der rechtsextremen Deutschen Militärzeitschrift einige Kontakte zu nicht-muslimischen extrem Rechten gepflegt. |