| Neonazis / Rechte Gewalt | |||
| Mit Todesstrafe-Shirt Prügel ausgeteilt |
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| redok | |
| 06.08.2009 | |
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Mönchengladbach. Ein Altstadt-Besuch endete für ein Mönchengladbacher Ehepaar mit Schlägen und Tritten: Als sie auf dem Heimweg aus dem Nachtexpress-Bus stiegen, schlug ein 24-Jähriger plötzlich auf sie ein. Mit schweren Gesichtsverletzungen liegt der verprügelte Mann nun im Krankenhaus. Der Täter wurde schnell identifiziert: Er saß im offenen Vollzug ein und nutzte seinen Freigang zur Prügelattacke. Bei seiner Gewalttat trug er ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Todesstrafe für Kindermörder".
In der Nacht zum vergangenen Sonntag stiegen der 55-jährige Ehemann und die 52-jährige Ehefrau gerade aus dem Bus, als sie von einem nachfolgenden jüngeren Paar bedrängt und beleidigt wurden. Der Ehemann wurde aus dem Bus geschubst, auf dem Gehweg schlug der 24-Jährige auf ihn ein. Als sein Opfer schon auf dem Boden lag, trat er dem älteren Mann noch mehrfach ins Gesicht. Der 55-Jährige erlitt im Gesicht mehrere Brüche, Metallplatten mussten eingesetzt werden. Seine Nase ist zertrümmert, Schädelknochen gebrochen, Zähne ausgeschlagen. Als sie ihrem Mann zu Hilfe kommen wollte, bekam auch die Ehefrau des Opfers von der 19-jährigen Begleiterin des Gewalttäters Faustschläge ab. Die Polizei veröffentlichte Bilder der beiden jungen Leute, die kurz vor der Prügel-Attacke von der im Bus angebrachten Überwachungskamera aufgenommen worden waren. Deutlich zu erkennen war die Aufschrift des T-Shirts, das der junge Mann getragen hatte: "Todesstrafe für Kindermörder" hieß es da. Diese Parole wird vor allem im Umfeld der NPD für Kampagnen und Propaganda-Aktionen verwendet. Durch zahlreiche Anrufe konnte die Polizei die Identität der beiden Schläger bald feststellen. Die zunächst abgetauchte 19-Jährige setzte sich über einen Anwalt mit den Behörden in Verbindung. Den 24-Jährigen hatten die Behörden dagegen bereits in Verwahrung: Wegen eines Eigentumsdelikts saß er bereits im offenen Vollzug in einer Mönchengladbacher Haftanstalt ein. Über das Wochenende war er im Hafturlaub. Am gestrigen Mittwoch wurde er in den geschlossenen Vollzug verlegt. |