| NPD / Vor Gericht | |||
| Patronen aus dem Nähkästchen |
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| redok | |
| 08.09.2009 | |
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Celle. Eine Geldstrafe von 600 Euro muss der NPD-Funktionär Joachim Nahtz aus Eschede (Kreis Celle) wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zahlen. Bei dem rechtsextremen Landwirt, dessen Hof oft als Treffpunkt und Veranstaltungsort für Neonazis aus Norddeutschland dient, waren im Zuge einer Hausdurchsuchung Patronen entdeckt worden.
Der 74-jährige Nahtz hatte bei der Verhandlung vor dem Amtsgericht Celle die Vorwürfe eingeräumt und erklärt, dass er die Patronen im Nähkästchen seiner Mutter gefunden habe. Von der Staatsanwaltschaft war eine Strafe von 1.200 Euro gefordert worden. Nahtz war bei der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2008 als Kandidat der NPD im Wahlkreis Uelzen angetreten. Seinen Hof in Eschede stellt er seit Jahrzehnten immer wieder für rechtsextreme Treffen und Veranstaltungen zur Verfügung wie etwa Sonnwendfeiern, Rechtsrock-Konzerte oder NPD-Veranstaltungen. Im Februar war auf dem Nahtz-Hof der niedersächsische Landesverband der NPD-Jugend "Junge Nationaldemokraten" wiedergegründet worden. Zu Gast waren häufig auch die mittlerweile verbotene "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ), die "Kameradschaft 73" aus Celle oder die Nazi-Kameradschaft "Snevern Jungs" aus Schneverdingen. Im Umfeld der Veranstaltungen auf dem Nahtz-Hof waren im vergangenen Jahr Waffen wie etwa ein G3-Gewehr beschlagnahmt worden. Dabei war auch bekannt geworden, dass regionale Kameradschaften offenbar militärische Wehrsport-Übungen abhielten. Im März dieses Jahres waren bei Wehrsport-Kameraden im Raum Winsen etwa 20 Waffen gefunden worden. |