| Neonazis / Scheibenkleister | |||
| Antideutsch links unten |
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| redok | |||
| 22.09.2009 | |||
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Tief im Südwesten. Eine Nachlese des Dortmunder Stand-Auflaufs vor zwei Wochen fabrizierte jetzt eine "Aktionsgruppe Voralb". Die in Südwestdeutschland beheimatete Gruppe offenbarte jedoch, dass sie das offizielle Motto gründlich missverstanden hatte: Die Neonazis von ganz links unten auf der Landkarte meinten, gegen einen norwegischen Komponisten demonstriert zu haben. Auch ein fehlgeleiteter Anti-Hellenismus wird von Experten nicht ausgeschlossen.
Die laut Selbstbeschreibung "revolutionäre Bewegung jenseits der korrupten Parteien im System der unfähigen und wirtschaftlich gesteuerten Demokratie" hatte sich mit einigen Aktivisten am 5. September vom Bodensee auf den weiten Weg nach Dortmund gemacht, um dann doch nur mit "keinerlei Außenwirkung" hinter "Absperrgittern der Systemschergen" zu stehen. Von den dort geschwungenen Reden berichten die Vorälbler nichts; möglicherweise hatten sie davon auch schlicht nichts mitbekommen.
Jedenfalls hatten sie offenbar den Zweck der Veranstaltung gründlich missverstanden. Wie die Südwest-Nachberichterstattung über den "Antigriegstag" zeigt, hatte die "AG Voralb" eine Demonstration gegen den norwegischen Komponisten Auf Nachfrage wollten Experten jedoch nicht ausschließen, dass die Jungnazis von der Voralb sich einfach nur verschrieben haben und in Wirklichkeit von einer Anreise zu einem "Antigriechstag" ausgegangen waren. Dafür würde sprechen, dass in Dortmund offiziell kein Redner aus Griechenland aufgetreten war. Derartige anti-hellenischen Aktionen waren aber bislang weniger von einschlägigen Kreisen aus Schwaben, sondern vor allem aus Sachsen vermutet worden. Aus der redok-Abteilung für Linguistik hieß es auf Nachfrage der Redaktion: "Ob schwäbisch oder sächsisch - jedenfalls anti-Deutsch!" Die Archiv-Abteilung steuerte zum Thema das Bonmot hinzu: "Wozu Deutsch können? Deutsch sein reicht doch!" |
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