| NPD / Rechte Gewalt / Vor Gericht | |||
| NPD-Funktionär wegen Körperverletzung verurteilt |
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| redok | |
| 29.10.2009 | |
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Halle. Zu einer Strafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung verurteilte das Landgericht Halle (Sachsen-Anhalt) am heutigen Donnerstag einen NPD-Funktionär aus Weißenfels (Burgenlandkreis). Der 27-Jährige wurde in zweiter Instanz für schuldig befunden, im Februar 2008 mit einer Gruppe von Gleichgesinnten einen 15-jährigen Jugendlichen in Weißenfels brutal zusammengeschlagen zu haben.
In der Auf dem nächtlichen Heimweg vom Bahnhof war ein 15-jähriger Jugendlicher von zwei Autos verfolgt worden. Fast vor der eigenen Haustür sprangen mindestens fünf Männer aus den Wagen und schlugen mit dem Ruf "Scheiß Zeckenschwein" auf den Jugendlichen ein. Auch seine Mutter und sein Bruder, die ihm zu Hilfe eilten, bekamen Schläge ab. Der 15-Jährige musste mehrere Tage stationär im Krankenhaus behandelt werden.
Als einen der Schläger hatte der Jugendliche den damaligen Weißenfelser NPD-Vorsitzenden Enrico Nehring erkannt. Nehring war im Dezember 2006 zum Vorsitzenden der NPD-Ortsbereichsgruppe Weißenfels und im Juli 2007 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Kreisverbands Burgenlandkreis gewählt worden. Der NPD-Kreisverband Burgenlandkreis hatte ihn zur Kreistagswahl 2007 als Listenführer für den Wahlbereich III aufgestellt. Jetzt sei er "nur noch einfaches Parteimitglied", sagte er in der Berufungsverhandlung laut dem Auch in der Berufungsverhandlung stritt Nehring die Tatbeteiligung weiterhin ab. Das Landgericht nahm ihm das jedoch nicht ab und verurteilte ihn wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung zur Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Zusätzlich muss er 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. |