| Europa / Rechte Gewalt | |||
| Ausländerjagd zum Totengedenken |
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| mk | |
| 04.07.2006 | |
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Moskau. Bei einer Serie rassistisch motivierter Überfälle sind am 07.06.2006 in
Moskau sieben Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Moskauer
Skinheads hatten Gastarbeiter aus Zentralasien und dem Kaukasus
angegriffen. Die Polizei wollte nicht ausschließen, dass es sich um
einen Racheakt für den im Mai getöteten Petersburger Skinhead-Anführer
Dmitri Borowikow handelte.
Borowikow hatte der Neonazigruppe "Шульц 88" ("Schulz 88") angehört, der Aufsehen erregende rassistisch motivierte Verbrechen an Ausländern und Antifaschisten zugeschrieben werden und die auch mit dem Mord an einer achtjährigen Tadschikin vor zwei Jahren in Verbindung gebracht wird. Er war im Mai von einem Polizisten erschossen worden, als die Petersburger Miliz die Neonazigruppe ausgehoben hatte. Am Wochenende des 03./04. Juni war die in Russland übliche 40-tägige Trauerzeit zu Ende gegangen, nach deren Ablauf mit einer Trauerfeier an einen Verstorbenen erinnert wird. Laut einem Bericht der Moscow Times vom 04.07. werden die Straftaten als "hate crime" und nicht wie so oft nur als "hooliganism" verfolgt. |