| NPD / Neonazis | |||
| Verbot in Wunsiedel bestätigt, Ersatzdemo in Pößneck angemeldet |
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| redok | |
| 12.11.2009 | |
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Bayreuth/Pößneck. Der "Gedenkmarsch" für den verstorbenen NPD-Vizechef Jürgen Rieger im oberfränkischen Wunsiedel bleibt weiterhin verboten: das Verwaltungsgericht Bayreuth lehnte heute einen Eilantrag der NPD ab. Die Partei wird dagegen weiter beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof angehen, doch zugleich hat der thüringische NPD-Funktionär Patrick Wieschke in Pößneck bereits eine Ersatzdemonstration angemeldet.
Das Verbot des Rieger-Marsches in Wunsiedel am kommenden Samstag war vom Landkreis damit begründet worden, dass es sich beim geplanten Marsch in Wirklichkeit um ein getarntes "Rudolf-Heß-Gedenken" handle. Das Bayreuther Verwaltungsgericht folgte dieser Argumentation und wies den Eilantrag der NPD gegen die Verbotsverfügung ab. Es wird damit gerechnet, dass die NPD gegen diese Entscheidung weiter in der nächsten Instanz, dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München, klagen wird. Währenddessen hat der thüringische NPD-Funktionär Patrick Wieschke für den Samstag Mittag in Pößneck eine Demonstration angemeldet, wie der Pößnecker Bürgermeister Michael Modde gegenüber redok bestätigte. Die Demonstration soll für 800 Teilnehmer angemeldet worden sein, so wie auch der derzeit verbotene "Gedenkmarsch" in Wunsiedel. Auch das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises bestätigte auf Anfrage die Anmeldung des thüringischen NPD-Landesverbandes einer "Gedenkdemonstration für Jürgen Rieger", wollte aber keine Angaben dazu machen, ob es die Neonazi-Demonstration ebenfalls verbieten will. In Pößneck befindet sich das "Schützenhaus", das dem verstorbenen Neonazi Jürgen Rieger gehörte. Im Rieger-Testament waren weder NPD noch sonstige Neonazi-Gruppen berücksichtigt worden, damit kommt der Nachlass ausschließlich der Familie zugute. In der vergangenen Woche hatte die Stadt Pößneck das "Schützenhaus" vorsorglich sperren lassen. Am kommenden Wochenende sollte im "Schützenhaus" ein Bundeskongress der NPD-Jugend "Junge Nationaldemokraten" stattfinden, der nach diesen Entwicklungen jedoch abgesagt wurde. Anstelle des abgesagten Kongresses wollten die JN am Rieger-Gedenkmarsch teilnehmen. Rieger-Marsch als Reinszenierung der Heß-Demos
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