| Neonazis | |||
| Demo gegen "Häuserklau" |
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| redok | |
| 18.11.2009 | |
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Pößneck. Bestohlen fühlen sich Thüringer Neonazis von der Stadt Pößneck und wollen dort daher am Freitag abend gegen "Häuserklau" auflaufen. Die Stadt hatte vor knapp zwei Wochen das "Schützenhaus" zusperren lassen.
Das "Schützenhaus" war im Besitz der "Wilhelm-Tietjen-Stiftung", der Ein-Mann-Firma von Jürgen Rieger. Nach dem Tode des stellvertretenden NPD-Chefs ist die Rechts- und Eigentumslage immer noch unklar. Die Stadt Pößneck hatte das Lokal am 6. November absperren und versiegeln lassen, um das Eigentum für die Rieger-Erben zu sichern. Bereits am gleichen Abend hatten sich angeblich 40 Neonazis auf dem Pößnecker Markt eingefunden und protestierten gegen "Häuserklau". Jetzt ruft das neonazistische "Aktionsbüro Thüringen" zu einer weiteren Demonstration unter diesem Schlagwort am Freitag Abend auf. Die Aktivisten behaupten, einer ihrer Kameraden besäße einen Mietvertrag für das Schützenhaus und sei nun durch die Versiegelung "enteignet" worden. Im Visier haben die Neonazis insbesonderen den Pößnecker Bürgermeister Michael Modde (Freie Wähler) und den Landrat des Saale-Orla-Kreises Frank Roßner (SPD). Den "beiden sauberen Herrschaften" wollen die Neonazis "einen Besuch abstatten", so die Mitteilung der sich enterbt fühlenden Nicht-Erben. |