| Rassismus / Rechtsextremisten / Europa | |||
| Unbeschnittener Rassismus im Wiener Parlament |
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| Karl Pfeifer | |
| 26.11.2009 | |
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Wien. Als ich heute mein Postfach öffnete, wollte ich meinen Augen nicht trauen, der Herr H.C. Strache hat mir persönlich einen Brief geschrieben, mit zwei gewagten Behauptungen, "AUS für Häupl" (Wiener Bürgermeister) und "HC macht's besser".
Unter anderem meint er in seinem Brief: "… die Zuwanderung hat jedes erträgliche Maß längst überschritten. Der Islamismus ist im Vormarsch. (betont im Original). Da schaute ich mir gleich an, was denn die FPÖ-Abgeordneten im Parlament gegen die Zuwanderung und den Islamismus unternehmen und wurde tatsächlich fündig: Am 23. November stellten einige eine Anfrage, die "lediglich" 324 Fragen umfasst. Ich möchte Sie nicht lange auf die Folter spannen und ihnen schon jetzt verraten, um was es hier nicht geht. Es geht nicht um darum, dass, während ich den Brief von HC las, "irgendwo in Wien gerade eine Wohnung ausgeraubt wird. Oder ein Auto aufgebrochen…". Natürlich geht es auch nicht um "Häupl nach 15 Jahren Versäumnisse", sondern um das Problem Nr. 1 der FPÖ, um die fehlende Vorhaut, um die Motive der Beschneidung von Buben unter 15 Jahren und das liest sich zum Beispiel so:
Und so geht das weiter ganze 29 Seiten. In Wirklichkeit wissen die FPÖ-Abgeordneten, dass in einem Land, das die Abtreibungen nicht statistisch erfassen kann, eine Zählung der Beschneidungen "aufgrund traditioneller-ritueller Gründe" auch nicht möglich ist. Sie bekämpfen damit nicht den Islamismus, sondern bestärken ihn. Sie wollen die Mehrheit der Österreicher gegen jene mobilisieren, die ihre Söhne beschneiden lassen, das sind hauptsächlich Juden und Muslime. Herr Strache hat die Stirn seinen Brief so zu beenden:
Und genau diese "herzliche" Bitte muss ich dem Herrn HC abschlagen, denn ich möchte nicht, dass ein Teil der Wiener gegen andere aufgehetzt wird. Und ich möchte auch nicht, dass hier die abgeschnittenen Vorhäute je nach Motiv der Beschneidung gezählt werden. Diese Stadt hat wichtigere Probleme zu lösen und der FPÖ ist keinerlei Kompetenz zuzutrauen. |