| Antisemitismus | |||
| Demo gegen linken Antisemitismus in Hamburg |
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| redok | |
| 16.12.2009 | |
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Etwa 300 Menschen haben in Hamburg am vergangenen Sonntag gegen Antisemitismus - auch in der linken Szene - demonstriert. Anlass war die antisemitisch motivierte Verhinderung des Vorführens eines Films über Israel von "internationalistischen" Linken vor knapp zwei Monaten. Damals waren im Stadtteil St. Pauli die Besucher bedrängt und geschlagen worden.
Von dem linken Zentrum "Rote Flora" sollte die Demo bis vor das "B-Movie" ziehen, also zu dem Kino, vor dem im Oktober Antisemiten aus dem benachbarten "Internationalen Zentrum B5", von der "Tierrechtsaktion Nord" und der "Sozialistischen Linken" die Vorführung des Filmes "Warum Israel" verhindert hatten. Zudem filmten und fotografierten die linken Antisemiten die Kinogäste, um ihre "Feinde" später auch identifizieren zu können. Mehrere Personen wurden in den darauffolgenden Tagen von "Antiimperialisten" angegriffen und verletzt. Nach einer Auftaktkundgebung vor der "Roten Flora" ging die Demonstration dann durch den Stadtteil St. Pauli. In Redebeiträgen - unter anderem von der Jüdischen Gemeinde aus Pinneberg - wurden die antisemitischen Vorfälle in Hamburg thematisiert. Immer wieder forderten die Demonstranten zur Solidarität mit dem jüdischen Staat auf. Den Zugang zur Straße, in der sich das "B-Movie" sowie die "B5" befinden, riegelte die Polizei ab. Linke Antisemiten hatten vor dem "internationalen Zentrum" eine spontane Kundgebung angemeldet, sodass die bereits lange geplante Demonstration des breiten Bündnisses "gegen Hamburger Unzumutbarkeiten" zirka 50 Meter vor dem "B-Movie" stoppen musste. An der "B5" hingen Transparente mit antisemitischen Aufschriften, eine palästinensische Flagge sollte die Solidarität mit dem "unterdrückten Volk" ausdrücken. Immer wieder stimmten die Israelhasser antiamerikanische und antisemitische Parolen an. Nach der Demonstration der Antisemitismusgegner sollte "Warum Israel" im "B-Movie" gezeigt werden. Die Polizei erklärte sich erst nach längeren Verhandlungen bereit, die Kinobesucher bis vor das Gebäude zu begleiten und so zu schützen. Zu einer Eskalation kam es gegen 16 Uhr. Militante "Antiimperialisten" attackierten zwei Personen, die am Rande der Pro-Palästina-Kundgebung eine israelische Flagge hochhielten. Sie raubten ihnen die Fahne mit dem Davidstern, die dann vom tobenden, "Intifada"-skandierenden Mob zerrissen wurde. Einige behelmte Polizisten versuchten, die Angreifer festzunehmen, was jedoch aufgrund der Gegenwehr misslang. Im weiteren Verlauf wurden immer wieder USA- und Israel-Fahnenträger beleidigt und körperlich bedrängt. Auch von Fans des Clubs St. Pauli, vor dessen Fan-Kneipe sich die Szenerie abspielte, wurden israelsolidarische Demonstranten angegriffen. |