| Dubioses | |||
| Auf Adolf? Auf den Holocaust? - Na, dann Prost! |
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| Olaf Meyer | |
| 14.01.2010 | |
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Huddersfield/WWW. Ausgehend von einer Universität im britischen West Yorkshire wird dem GröFaZ offenbar nicht allein nur virtuell spielerisch gehuldigt, sondern auch exzessiv hochlebend zugetrunken. Schockierend? Ungewöhnlich? Nur ein Trinkspiel?
Ursprünglich, so verschiedene Medienberichte, sei "Hitler - das Trinkspiel" von einer Studentengruppe der britischen Bei dem 'Spiel', so die Anleitung, sei ein Pint-Glas in die Tischmitte zu stellen und außen herum Karten verdeckt in Form eines Hakenkreuzes auszulegen, und zwar "so gerade wie möglich, damit es nicht beschissen aussieht". Hernach ziehen die Mitspieler eine Karte und müssen Aufgaben - wie beispielsweise den "Überfall auf Polen", das "Nazi-Verhör" oder das "Heil-Hitler-Spiel" - ausführen und erfüllen. Diese enden alle damit, dass Mitspieler schließlich ein oder mehrere Gläser Bier oder Schnaps trinken müssen. So sei etwa bei der Aufgabe "Überfall auf Polen" durch alle Spieler der Fußboden zu berühren - und der letzte trinkt. Zieht ein Spieler eine Neun, grüßt er mit "Heil" und ausgestrecktem Arm nach links oder rechts, reihum grüßen die Spieler dann weiter. Grüßt einer mit "Heil Hitler", wechselt die Richtung, bis einer einen Fehler macht. Sind keine Karten mehr auf dem Tisch, ist das Spiel zu Ende. Das wiederum nennen dann die Autoren "The Holocaust". Die besagtes Spiel initiierende Gruppe gehe auf zwei Studenten der Huddersfield Universität zurück, berichtet Sky. Sie selbst würden sich als "Fuhrers" betiteln. Gegen die Studenten wird nunmehr seitens der Universität ermittelt. Die Gruppe wiederum versichert auf ihrer Web-Site, "dass es sich lediglich um ein Trinkspiel handle und die Mitglieder Adolf Hitler sowie die Ideologien der Nationalsozialisten weder unterstützten noch verbreiteten" (AFP). Mittlerweile kursieren ähnliche Seiten unter dem Titel "Hitler - The Drinking Game Tribute" im WorldWideWeb - an mancher Online-Stelle kurz nach Erscheinen wieder gelöscht, um woanders kurz darauf erneut gepostet zu werden. Durchaus interessant wird zu beobachten sein, wann die durchaus weniger als mehr virtuellen deutschen Adolf-Kameradschaften die Tastenkombination copy and paste auf ihren Tastaturen zu nutzen wissen, um sich dann so angeleitet auch endlich real endzielgerichteten Trinkfreuden hingeben zu können. "Wir sind geschockt, von diesem Spiel zu hören und sehr beunruhigt wegen der Anschuldigungen gegen Studenten unserer Einrichtung", erklärte unterdessen die Universität von Huddersfield. Mithin handle es sich um einen "ungewöhnlichen Vorfall", die Universität sei schließlich "stolz auf ihren multikulturellen Campus" (AFP). Sky wiederum zitierte Michael Barrie, ein Mitglied eines Verbandes für Holocaust-Überlebende: "Es ist bestürzend, dass ein Spiel zur Belustigung mit einem Ereignis in Verbindung gebracht wird, dem elf Millionen Menschen zum Opfer fielen". |