| Rechtsextremisten | |||
| Wechselfreudiger Schwede will Unruhe stiften |
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| redok | |
| 18.01.2010 | |
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Berlin. Der gerade erst zur Rechtsaußen-Gruppe "Pro Köln" gestoßene schwedische Millionär Patrik Brinkmann will im Berliner Verband der "Pro"-Partei die erste Geige spielen. Bei der Abgeordetenhaus-Wahl im Sommer 2011 will er als Spitzenkandidat antreten und träumt von einem Einzug in das Landesparlament der Hauptstadt.
Der Beitritt des Millionärs zur "Pro"-Bewegung wurde am heutigen Montag sowohl von Brinkmann wie auch von der Gruppierung selbst bestätigt. In einer Stellungnahme empfahl Brinkmann der DVU, die er damit verlassen hat, ihre Existenz als Partei zu beenden und wieder zum alten Status als Verein zurückzukehren. Vom langjährigen Vorsitzenden Gerhard Frey war die DVU 1971 zunächst als Verein gegründet worden; erst 1987 wurde die DVU als Partei gegründet, wobei der eingetragene Verein weiter bestehen blieb. Faktisch spricht sich Brinkmann damit für die Auflösung der DVU als Partei aus. Die bereits gemeldete Absicht, eine Immobilie als "Herberge für die Opfer des Islam" zu erwerben, wurde ebenfalls von Brinkmann bestätigt. Ein solches Haus könne "ein Zentrum der Islamisierungskritik in Nordrhein-Westfalen" werden. Er wolle gemeinsam mit "Pro NRW" nun "landesweit nach einer geeigneten Immobilie Ausschau" halten. Im für die Partei üblichen großsprecherischen Tonfall wurde Brinkmann unter der Schlagzeile "Erst Nordrhein-Westfalen, dann Berlin!" (offenbar entlehnt vom Songtitel "First we take Manhattan, then we take Berlin" des Songwriters Leonard Cohen) gleich noch als künftige Spitzenkraft des Berliner Landesverbandes angekündigt. Brinkmann will demnach auch als Spitzenkandidat für "Pro Berlin" in den Wahlkampf zum Abgeordnetenhaus im Sommer 2011 ziehen. Er habe "eine Vielzahl von Ideen, wie wir in Berlin für Wirbel sorgen werden", so der Schwede mit Wohnsitz in einer Villa in Berlin-Zehlendorf und kündigte an: "Es wird Zeit, dass wir hier politische Unruhe stiften". Im Kielwasser der rheinischen Rechtspartei will Brinkmann in der Bundeshauptstadt preußische Werte wiederbeleben: "Berlin hat Symbolwert, als Hauptstadt und als Zentrum Preußens, das wir für eine geistige und sittliche Erneuerung benötigen." |