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Neonazis / Rechte Gewalt
Hameln: Wessel-Gedenken mit Überfall PDF Drucken E-Mail
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24.02.2010
Hameln. Rund 20 Neonazis haben am gestrigen Dienstag am Rande ihres offenbar unangemeldeten Gedenkmarsches in einer Ortschaft bei Hameln zwei junge Erwachsene angegriffen. Mit schwarz-weiß-roten Fahnen suchten die Rechtsradikalen das Horst-Wessel-Denkmal im kleinen Ort Welliehausen heim.

Zu einem Marschlied sollen die Rechten durch die Straßen marschiert sein. Wessel war Sturmführer der paramilitärischen NSDAP-Kampforganisation “Sturmabteilung” (SA).

Als die mit Fackeln und Flaggen in den Farben des Deutschen Reiches ausgestatteten Neonazis zwei in einem Auto sitzende Personen ausmachten, die eventuelle rechte Aktivitäten zum Wessel-Gedenktag dokumentieren wollten, rannten sie nach Schilderungen der Opfer auf den Wagen zu. Mit Fahnenstöcken sollen die Rechtsradikalen dann auf das Auto eingeschlagen haben. Mehrere Fenster gingen zu Bruch, das Fahrzeug wurde schwer beschädigt.

Nach einer gefährlichen Verfolgungsjagd gelang es den Angegriffenen dann nach Hameln zu flüchten und bei der dortigen Polizeiwache eine Anzeige aufzugeben. Bereits vor Ort im Wagen hätten sie die Ordnungshüter alarmiert, so die Opfer, jedoch keine Hilfe erhalten.


Siehe auch:

Störungsmelder: externer LinkNaziangriff bei Hameln

"Das Horst-Wessel-Denkmal am Rand des damaligen Aufmarschplatzes auf dem Süntel bei Hameln wurde im Februar 1939 eingeweiht und von einem überdimensionierten Hakenkreuz auf einer steinernen Säule überschattet. Im April 1945 wurde es vom amerikanischen Militär gesprengt. Seitdem befinden sich neben Säulenüberresten noch aus Naturstein gefertigte Blöcke auf dem Waldboden des Süntels."