| Neonazis / NPD | |||
| JN-Tour durch Westfalen |
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| 14.05.2010 | |||
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Detmold. Die "Jungen Nationaldemokraten" (JN) aus Westfalen wollen am heutigen Freitag einen vier- bis fünftägigen "Leistungsmarsch" antreten. Szenekenner gehen davon aus, dass die Neonazi-Truppe vor allem in Ostwestfalen marschiert.
Die JN, die Jugendgruppe der NPD, wird bei der Wanderung durch zahlreiche ehemalige Aktivisten der inzwischen verbotenen "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) unterstützt, weiß Frank R. (Name geändert), der seit Jahren die rechte Szene in der Region beobachtet. Viele Mitglieder und Sympathisanten der HDJ aus dem Raum Osnabrück seien nun in dem im Februar dieses Jahres gegründeten JN-"Stützpunkt" Osnabrück/Osnabrücker Land tätig. Die Osnabrücker Jung-Nationalisten absolvierten bereits im März einen 80 Kilometer langen "Erich-Priebke-Marsch". Die Neonazis wollten damit an den ehemaligen SS-Offizier Priebke erinnern, der an einem Massaker in Italien beteiligt war, daher wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurde und unter Hausarrest steht. "Stützpunktsleiter" der JN Osnabrück ist der 27-jährige Christian Fischer aus Vechta, der vor wenigen Tagen vom Landgericht Berlin unter anderem wegen Volksverhetzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde.
Experte R. vermutet, dass die Neonazis einen weiten Teil der Strecke auf dem rund 150 Kilometer langen "Hermannsweg" über den Kamm des Teutoburger Waldes zurücklegen. Das Hermanns-Denkmal bei Detmold und die Externsteine bei Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe) liegen auf der Route des "Hermannswegs" und sind beliebte Ausflugsziele auch für Neonazi-Gruppen. Zudem wäre die ebenfalls bei Rechtsradikalen beliebte "Wewelsburg" bei Büren (Kreis Paderborn) ein Wanderziel, meint R. Den Aufruf zur Wanderung unterzeichnet hatte der JN-Bezirksbeauftragte für das Münsterland und Ostwestfalen-Lippe, Marcel Huesmann. Er war auch Teilnehmer des "1000-Kreuze-Marsches" im März in Münster, bei dem gegen das Recht auf Abtreibung demonstriert wurde. |
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