|
17 Artikel gefunden
|
Berlin. Ein Vortrag in einer "Gedenkbibliothek" sollte wieder einmal das historische Bild des Zweiten Weltkriegs umkrempeln. Neonazis wie CDU-Politiker hörten von einem russischen Autor, dass Hitler eigentlich nur einem unmittelbar bevorstehenden Angriff Stalins zuvorgekommen sei.
|
|
weiter …
|
|
Beim "Reichsbürgergesetz" von 1935 hat sich der ex-linke "Querfrontler" Jürgen Elsässer die Idee für seine Vorstellung einer angemessenen Behandlung von Einwanderern geholt. Ausgangspunkt ist seine Klage über einen von "Globalisten" erzeugten "Völkerbrei" - den Ausdruck hat Elsässer von führenden Nazi-Funktionären wie Heinrich Himmler und Robert Ley übernommen.
|
|
weiter …
|
|
Aktuelle Vorgänge haben vermehrt einen "linken Antisemitismus" zum Thema gemacht. Vielfach wird bestritten, dass es überhaupt Antisemitismus bei der politischen Linken geben könne; schließlich gehöre das Eintreten gegen Rassismus jeder Art grundlegend zu linken Vorstellungen. Kein Problem haben manche Linke dagegen mit "Antizionismus", der etwas ganz anderes sei. Ein kurzer historischer Rückblick zeigt jedoch: "Antizionismus" war und ist nichts anderes als eine rationalisierte und verkleidete Form des Antisemitismus.
|
|
weiter …
|
|
Berlin. Anschluss an DDR-Ostalgie sucht der NPD-Vorsitzende Udo Voigt in einem aktuellen Kommentar zum Jahrestag der Grenzöffnung am 9. November 1989. Gleichlautend mit orthodox-kommunistischen Organen spricht Voigt von einem "Anschluß der DDR an die BRD", der kein Grund zum Feiern sei.
|
|
weiter …
|
|
Pirna. Der Geschichtsrevisionist Ernst Nolte, Verursacher des Historikerstreits der 80er Jahre, ist Interviewpartner der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Hier & Jetzt (Untertitel: "radikal rechte zeitung").
|
|
weiter …
|
|
Dresden. Rechtsextremisten demonstrieren wie seit Jahren weitgehend unbehelligt massiv ihre Geschichtsauffassung, während Gegenproteste ins Leere laufen.
|
|
weiter …
|
|
Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt musste am Wochenende einen der größten Neonazi-Aufmärsche in der Geschichte der Bundesrepublik erleben. Nach den weitgehend ruhig verlaufenen Demonstrationen prügelten abreisende Neonazis bei einer Autobahn-Raststätte auf Gewerkschafter ein, die gegen den Nazi-Auflauf protestiert hatten. Ein hessischer Gewerkschafter liegt mit einem Schädelbruch im Krankenhaus.
|
|
weiter …
|
|
Vor 70 Jahren wurde mit der Pogromnacht vom 9. November offenkundig, welches Schicksal die nationalsozialistischen Machthaber im "Dritten Reich" für die Juden im Sinn hatten. Für heutige Rechtsextremisten ist der Gedenktag ein Anlass für provokative Aktionen; sie wollen zeigen: "Wir sind wieder da".
|
|
weiter …
|
|
London. Insgesamt 29 vorgebliche britische Regierungsdokumente aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs hat ein Fälscher vermutlich über Jahre hinweg in das englische Nationalarchiv eingeschmuggelt. Der Verdacht konzentriert sich auf einen Autor geschichtsrevisionistischer Bücher, der von der deutschen extremen Rechten als "Forscher" gefeiert wird. Doch trotz der für eine Verurteilung ausreichenden Beweislage stellten die britischen Behörden die Ermittlungen ein: aus Gründen der Gesundheit des Autors Martin Allen liege ein Strafverfahren nicht im öffentlichen Interesse, heißt es in einer dürren Mitteilung. Der deutsche Verleger der Fälschungs-Bücher meint: wenn da Fälschungen gefunden wurden, dann könnte ja wohl alles falsch sein im britischen Archiv.
|
|
weiter …
|
|
Fichtenau. Einen neuen Job hat der bis vor kurzem als Honorarprofessor an der Uni Leipzig lehrende Michael Vogt gefunden. Beim Internet-Fernsehkanal "secret.tv" des antisemitischen Verschwörungsautors Jan van Helsing tritt Vogt seinen Dienst als Moderator und Interviewer an und übernimmt "die politische Sektion des Senders". Wegen seiner Rechtsaußen-Aktivitäten war er von seiner Lehrtätigkeit entbunden worden.
|
|
weiter …
|
|
Leipzig. Der als Honorarprofessor tätige Filmemacher Michael Vogt wird nicht mehr an der Universität Leipzig unterrichten. Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft hat gestern beschlossen, die Zusammenarbeit mit Vogt zu beenden, wie heute bekannt wurde.
|
|
weiter …
|
|
Leipzig. Der Filmemacher Michael Vogt lässt seine Lehrtätigkeit an der Uni Leipzig bis auf weiteres ruhen, nachdem ihm der Institutsrat eine solche Pause nahe gelegt hat. Vogt hatte vor drei Jahren einen Film über Rudolf Heß produziert, in dem der Hitler-Stellvertreter zum "Friedensflieger" verklärt worden war. Ende September war Vogt zu einem "Rechtsaußen-Gipfel" führender deutscher Rechtsextremisten nach Straßburg gereist.
|
|
weiter …
|
|
Antisemitismus in der DDR ist für viele Menschen nicht recht vorstellbar; die Lenker des verflossenen ostdeutschen Staates waren doch immerhin erbitterte Gegner des Nationalsozialismus gewesen, der die Juden in Europa verfolgt und ermordet hatte. Tatsächlich gab es aber nicht nur antisemitische Äußerungen und Handlungen aus der Gesellschaft heraus, sondern auch eine erklärte "antizionistische" Politik der Einheitspartei und der Staatsführung - und diese Politik setzte Juden schließlich mit dem Nationalsozialismus gleich. Harry Waibel untersucht in seinem Essay die Zusammenhänge von Antisemitismus und Antizionismus, wie sie in der DDR praktiziert wurden.
|
|
weiter …
|
Der stern hatte ihn zusammen mit Günter Grass auf dem Titelbild, Spiegel und Focus zeigten das Werbeplakat mit dem jungen Mann in ihren Artikeln über das späte Bekenntnis des Schriftstellers zu seiner kurzen Mitgliedschaft in der Waffen-SS. Der junge Mann mit dem SS-Stahlhelm war aber nicht Grass. Wer war er und wie entstand das Plakat? Die Suche danach ergibt Einblicke in deutsche Lebensläufe vor, während und nach dem Dritten Reich. Der SS-Mann hieß Klemens Behler, sein Plakat-Bild stammt von Ottomar Anton.
|
|
weiter …
|
|
Nürnberg. Bei einer NPD-Veranstaltung am 1. Mai in Nürnberg haben neonazistische Aktivisten Motive des Deutschen Reichsarbeitsdienstes (RAD) und eines NSDAP-Propagandaplakates auf ihren T-Shirts spazieren getragen.
|
|
weiter …
|
Die Verbreitung von NS-Geschichtslegenden als ideologischem Unterfutter
rechtsextremer Bewegungen ist weitgehend auf die einschlägige Szene
beschränkt. Dennoch gelang es umtriebigen Rechten, ein bräunliches
Video über den "Friedensflieger" Rudolf Heß in einem deutschen
Fernsehkanal zu senden und einen honorigen Hochschullehrer vor ihren
Karren zu spannen. Eine Fallstudie über ein multimediales Projekt auf
der Suche nach der "kulturellen Hegemonie".
|
|
weiter …
|
Hagen. Das vermutlich letzte Verfahren gegen einen Angehörigen der Waffen-SS vor einem bundesdeutschen Gericht wurde am 2. Februar wegen Verhandlungsunfähigkeit des Beklagten eingestellt. Der 88 Jahre alte Angeklagte Herbertus Bikker sei auf Dauer verhandlungsunfähig, entschied das Landgericht Hagen gestern nach der Anhörung eines Gutachters. Bikker soll im November 1944 in dem Arbeitslager "Erika" im niederländischen Ommen den Widerstandskämpfer Jan Houtman "grausam und aus niederen Beweggründen" ermordet haben. Laut Anklageschrift lag der 27-jährige Houtman damals bereits verletzt am Boden, als Bikker mit den Worten "Und jetzt ein guter Tod" auf ihn gezielt und abgedrückt haben soll.
|
|
weiter …
|
|