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NPD / Neonazis
NPD-Nachwuchs: Strategien aus der Knastzelle PDF Drucken E-Mail
redok   
25.09.2006
Kamenz. Die sächsischen "Jungen Nationaldemokraten" haben am vergangenen Samstag einen neuen Landesvorstand gewählt. Verantwortlich für "Politische Strategien" ist Thomas Sattelberg, der sein Amt wohl aus der Gefängniszelle wahrnehmen muss: der frühere Anführer der verbotenen Neonazi-Truppe "Skinheads Sächsische Schweiz" (SSS) ist Anfang August wegen Fortführung der SSS zu acht Monaten Haft verurteilt worden; mit dem möglichen Widerruf einer früheren Bewährungsstrafe drohen ihm sogar 32 Monate hinter Gittern.

Weitere Angehörige der illegalen SSS sind bereits seit längerem bei der NPD und ihrer Nachwuchsorganisation JN untergekommen. Der Ex-SSS-Kader Thomas Rackow, wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Landfriedensbruchs und Körperverletzung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, ist seit April 2005 Chef des JN-Kreisverbandes Pirna und seit Februar 2006 Mitglied im NPD-Kreisvorstand Sächsische Schweiz. Im Sächsischen Landtag ist der Wehrsportfan Rackow als persönlicher Referent des Landtagsabgeordneten und Parlamentarischen Geschäftsführers der NPD-Fraktion Dr. Johannes Müller tätig. Im jetzt neu gewählten JN-Landesvorstand ist Rackow stellvertretender Landesvorsitzender.

Als Verantwortlicher für ein "Referat Parteifreie Kräfte" wurde in den neuen JN-Landesvorstand der "freie Nationalist" Sebastian "Seppel" Richter gewählt, Macher des "Lausitzer Aktionsbündnis" und der "Mitteldeutschen Jugendzeitung".