start arrow report arrow Neofaschisten und Rechtsextreme marschieren in Moskau
Europa / Neonazis
Neofaschisten und Rechtsextreme marschieren in Moskau PDF Drucken E-Mail
mk   
07.11.2005
Moskau. Eine überraschend große Kundgebung ultranationalistischer Kräfte fand am 04.11.2005 in Moskau statt. Zeitungsangaben zufolge nahmen daran erstmalig 2.000-3.000 russische Rechte, Nationalbolschewisten und Neo-Nazis gemeinsam teil.

Die Rechtsextremen marschierten mit fremdenfeindlichen Parolen "gegen illegale Einwanderung", beschimpften Angehörige andererer Nationalitäten als "Mafiosi", "Drogenschmuggler" und "Ungeziefer". Mit Slogans wie "Rußland den Russen" oder für ein "Drittes Imperium" sowie mit Hitlergruß und Sieg-Heil-Rufen zogen sie durch die Moskauer Innenstadt.

Am 04.11. wurde in Russland erstmals der neu eingeführte "Tag der nationalen Einheit" begangen, der den bisherigen Jahrestag der Oktoberrevolution (7. November) ablösen soll. Die Moskauer Behörden hatten die Demonstration mehrerer ultranationalistischer und radikaler Gruppen wie der "Bewegung gegen illegale Einwanderung" (DPNI) und der "Eurasischen Jugend-Union" (ESM) vorher genehmigt.