| Rechtsextremisten / REP / Neonazis | |||
| Republikaner werfen Weinfurtner raus |
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| ir | |
| 21.02.2004 | |
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München. Die "Republikaner" haben ihr Münchner Stadtratsmitglied Johann Weinfurtner aller seiner Mitgliedsrechte enthoben und ein Ausschlussverfahren eingeleitet. Weinfurtner war durch seine aktive Beteiligung an dem Verein "Demokratie direkt e.V." aufgefallen, der eng mit Neonazi-Gruppen zusammenarbeitet.
Wie der Münchner Merkur berichtete, habe eine Sprecherin der Partei den Ausschluss damit begründet, dass Weinfurtner sich nicht von der rechtsextremen Organisation distanzieren wollte. Er habe zwar behauptet, aus dem Verein ausgetreten zu sein, doch sei sein Name weiterhin im Impressum der Vereinspostille "München Direkt" genannt. Weinfurtners Aktivitäten widersprachen offenbar der Ankündigung der Partei, eine gemäßigtere Linie vertreten zu wollen. Im Juli vorigen Jahres hatte das bayerische Innenministerium dem 64-Jährigen vorgeworfen, "gemeinsame Sache mit NPD, Neonazis und Skinheads" zu machen. Im Herbst wurde bekannt, dass der Stadtrat Kontakte zu Martin Wiese von der "Kameradschaft Süd - Aktionsbüro Süddeutschland (AS)", hatte. Wiese gilt als Drahtzieher eines geplanten Sprengstoffanschlags bei der Grundsteinlegung des Jüdischen Gemeindezentrums. Weinfurtner kündigte "rechtliche Maßnahmen" gegen seinen Auschluss an. Er habe auch "zwei, drei Angebote, anderen Parteien beizutreten". Er ist der einzige Vertreter der Republikaner im Münchner Stadtrat. Erst im Januar sei der Stadtrat auf einer Veranstaltung der rechtsextremen Konkurrenz "Deutsche Partei" aufgetreten, berichtete die Süddeutsche Zeitung. |