| Rechtsextremisten / NPD | |||
| Showdown bei der "Deutschen Partei" |
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| ir | |
| 26.01.2005 | |
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München. Die Rechtsaußen-Kleinpartei "Deutsche Partei" (DP) wird seit einigen Tagen von heftigen Flügelkämpfen erschüttert. Der bisherige Vorsitzende Heiner Kappel wurde abgesetzt, die neue Parteispitze will offenbar bei der NPD-geführten "Volksfront" unterschlüpfen, in der sich rechtsextreme Gruppen von Neonazi-Kameradschaften bis hin zu abtrünnigen Republikanern zusammenfinden.
Kappel hatte im Oktober des letzten Jahres eine "Frankfurter Erklärung" initiiert, mit der die DP (bundesweit etwa 500 Mitglieder), die Republikaner und die DSU eine enge Kooperation beschlossen hatten. Diese Erklärung entstand als Reaktion auf die von der NPD und der DVU verkündete "Volksfront"; die drei Organisationen lehnten eine Zusammenarbeit mit der NPD ab. Diese Ablehnung geriet jedoch schnell innerhalb der DP unter Beschuss und wurde im November vom DP-Bundesvorstand zurückgezogen. Heiner Kappel, der schon früher als Vorsitzender des "Bund freier Bürger" (BfB) gescheitert war, sah sich innerhalb seiner Partei heftiger Kritik ausgesetzt. Der innerparteiliche Streit erreichte in den letzten Tagen seinen Höhepunkt:
Erst am vergangenen Sonntag, einen Tag nach Kappels Amtsenthebung, hatte die DP bei dem "Neujahrstreffen" in München den Schulterschluss mit der NPD vollzogen. Neben Funktionären von NPD, DP, dem CSU-Mitglied Thomas S. Fischer und Neonazi-Kameradschaft war bei diesem Treffen auch Jürgen Schützinger, Chef der "Deutschen Liga für Volk und Heimat" (DLVH), anwesend; auch diese rechtsextreme Kleinpartei orientiert sich offenbar zur braunen NPD-"Volksfront" hin. Nach Angaben der DP hatten an der Veranstaltung etwa 400 Personen teilgenommen; viele der Besucher hätten ein von Ulrich Pätzold vorgelegtes "Münchner Bekenntnis" unterzeichnet, das "zum gemeinsamen Handeln aller deutschen Patrioten" aufrief. Ende November letzten Jahres war Wolfgang Hüttl, langjähriger Landesvorsitzender der Republikaner (REP) in Bayern, der DP beigetreten. Offenbar wird die DP damit zum Bindeglied von REP-orientierten Rechtsradikalen zur NPD-gesteuerten "Volksfront". |