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NPD
Adolf Dammann im Parlament begrüßt PDF Drucken E-Mail
Uwe Ruprecht   
06.11.2006
Stade. Sie schüttelten ihm die Hand und gratulierten ihm zum 67. Geburtstag: Ohne Kommentar oder Widerspruch der übrigen Politiker nahm heute der Vize-Vorsitzende der niedersächsischen NPD, Adolf Dammann aus Buxtehude, seinen mit 1,6 Prozent der Stimmen errungenen Sitz im Kreistag von Stade ein. Es blieb der Antifa vorbehalten, mit einem Transparent ("Rechte Strukturen zerschlagen") vor dem Gebäude auf den Einzug des einflussreichen Rechtsextremen ins Kommunalparlament hinzuweisen.
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NPD-Funktionär Dammann im Kreistag Stade

Seiner Losung "Der Kampf wird nicht in den Parlamenten, sondern auf der Straße entschieden" war Dammann zwei Tage zuvor in Bremen gefolgt, wo sein Tross aus 120 Neonazis auf den Protest von etwa 6.000 Menschen stieß."Ich bin, wie Sie alle wissen, neu im Kreistag", sagte Dammann bei der Vorstellungsrunde der Abgeordneten zu Beginn der Sitzung, "und ich bin gespannt, wie Sie damit umgehen." Im parlamentarischen Raum trat dem Bankfilialleiter im Ruhestand vorerst keiner von den anderen 51 Mandatsträgern entgegen.

Ähnlich reibungslos hatte sich in der Vorwoche die Integration des NPD-Vertreters Peter Brinkmann im Rat von Harsefeld vollzogen. Der 59-jährige Landwirt saß bereits von 1996 bis 2001 für die NPD-Tarnorganisation "Bündnis Rechte" im Stader Kreistag und fiel nur durch beharrliches Schweigen auf.

23 Mandate konnte die NPD nach den Kommunalwahlen am 10. September in Niedersachsen verbuchen. Der wegen Volksverhetzung inhaftierte Dr. Rigolf Hennig hat gleich zwei Sitze: im Kreistag und im Stadtrat von Verden an der Aller. Jürgen Riegers "Heisenhof" wird in der Gemeinde Dörverden, in der er sich befindet, künftig von Daniel Fürstenberg repräsentiert, einem ehemaligen Bewohner des Neonazi-Anwesens. Abgeordnete entsendet die NPD außerdem in die Kreistage von Helmstedt, Wolfenbüttel und Rotenburg an der Wümme.