| 1970 |
München |
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Ein Brandanschlag auf das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde
(IKG) München forderte sieben Todesopfer. Der Vorfall wurde nie
aufgeklärt. |
| 17.12.1988 |
Schwandorf, Lkr. Schwandorf |
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Der damals 19-jährige Rechtsextremist Josef Saller legt in einem Wohn-
und Geschäftshaus im Zentrum Schwandorfs Feuer, weil dort
AusländerInnen leben. Vier der 16 BewohnerInnen finden nachts in den
Flammen den Tod. |
| 1991 |
Großheubach, Lkr. Miltenberg |
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Brandanschlag auf das Vereinsheim eines türkischen Fußballclubs |
| 1991 |
Schneeberg, Lkr. Miltenberg |
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Vor einem Aussiedlerwohnheim in Schneeberg wurden zwei Brandsätze geworfen. |
| 12.10.1991 |
Kaufbeuren, Lkr. Kaufbeuren |
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In Kaufbeuren werden vier Türken schwer verletzt, als sie sich vor einem von Rechtsextremisten gelegten Brand in ihrem Haus durch einen Sprung aus dem Fenster zu retten versuchen. |
| 13.10.1991 |
Immenstadt, Lkr. Oberallgäu |
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Das Asylbewerberheim in Immenstadt wird bei einem Brandanschlag zerstört. Zwei Kurden werden schwer verletzt, als sie sich durch einen Fenster retten wollen. Drei Skinheads haben das Heim in Brand gesteckt: Einer der Täter erhielt eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren, die beiden anderen Jugendstrafen von je drei Jahren und sechs Monaten. |
| 05.11.1991 |
Nürnberg |
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Brandanschlag auf ein überwiegend von Ausländern bewohntes Gebäude in Nürnberg, sieben Bewohner werden verletzt, 21 müssen evakuiert werden. |
| 12.02.1992 |
Spalt, Lkr. Roth |
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Brandanschlag auf ein Flüchtlingswohnheim in Spalt bei Nürnberg |
| 15.02.1992 |
Nürnberg |
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In der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft im Nürnberger Stadtteil Schafhof explodiert ein Sprengkörper |
| 12.10.1992 |
Kolbermoor, Lkr. Rosenheim |
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Sprengstoffanschlag mit einer Rohrbombe auf eine Asylbewerberunterkunft in Kolbermoor. In den Tagen zuvor hatten die Täter, zwei Neonazis aus Kolbermoor, zwei Rohrbomben an unterschiedlichen Orten mit Nähe zu Flüchtlingsunterkünften in Bad Aibling und Heufeldmühle "getestet".
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| 24.10.1992 |
Treuchtlingen, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen |
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Brandanschlag auf Flüchtlingswohnheim in Treuchtlingen. |
| 10.12.1992 |
Ansbach |
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Brandanschlag auf Flüchtlingswohnheim in Ansbach |
| 11.01.1993 |
Aschaffenburg |
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Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft - die Bewohnerinnen und Bewohner können das Feuer löschen. |
| 04.03.1993 |
München |
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In den Bet-Raum eines Flüchtlingsheimes in München-Obersendling gießen Brandstifter Benzin aus und zünden es an. Die 453 Flüchtlinge aus 36 Nationen, die in dem Heim untergebracht sind, bleiben unverletzt. |
| 14.04.1993 |
Thannhausen, Lkr. Günzburg |
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Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft - auf die Außenmauer unterhalb des Brandherdes wird ein Hakenkreuz gesprüht. Es entsteht Sachschaden von 30.000 DM; verletzt wird niemand. |
| 17.04.1993 |
München |
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Brandstiftung in einem Flüchtlingsheim im Münchener Stadtteil Obersendling. Drei Männer, die in Panik aus Fenstern springen, müssen mit Knochenbrüchen, acht weitere Personen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. |
| 30.06.1993 |
Erbendorf, Lkr. Tirschenreuth |
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Brandanschlag auf Wohnungen türkischer Familien in Erbendorf |
| 28.09.1993 |
Cham, Lkr. Cham |
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Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft bei Cham im Bayerischen Wald. Vier Männer werfen mit einer Brandflasche ein Küchenfenster ein. Das Feuer kann schnell gelöscht werden, so daß von den 22 BewohnerInnen niemand verletzt wird. |
| 09.01.1994 |
München |
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Brandanschlag auf die Katholische Mission München, die Staatsbürger aus Rumänien, Tschechien und Korea betreut. |
| 15.01.1994 |
Ingolstadt |
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Brandanschlag auf ein leer stehendes Asylbewerberheim, 300.000 DM Schaden. |
| 08.05.1994 |
Höhenkirchen, Lkr. München |
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Brandanschlag auf eine Containerwohnanlage für Asylbewerber. |
| 22.05.1994 |
Hauzenberg, Lkr. Passau |
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1. Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Hauzenberg. Die Bewohner kommen mit dem Schrecken davon. |
| August 1994 |
München |
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Brandanschlag auf die Wohnung einer mazedonischen Familie im Münchner Stadtteil Berg am Laim |
| 20.08.1994 |
Ainring, Lkr. Berchtesgadener Land |
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Brandanschlag auf ein fünfstöckiges Haus mit Aussiedlern in Mitterfelden |
| 20.09.1994 |
München |
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Brandanschlag auf v.a. von Ausländern bewohntes Siemens-Wohnheim |
| 10.01.1995 |
München |
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Brandanschlag auf die Wohnung einer bosnischen Familie |
| 29.04.1995 |
Hauzenberg, Lkr. Passau |
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Ein 18-Jähriger verübt den 2. Brandanschlag auf das Asylbewerberheim. Der Haftbefehl laute auf Mordversuch in 51 Fällen, er wurde zu 5 Jahren und 6 Monaten Jugendstrafe verurteilt |
| 01.01.1996 |
Wassertrüdingen, Lkr. Ansbach |
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In der Silvesternacht ziehen 25 zum Großteil rechtsradikale Personen vor eine Flüchtlingsunterkunft in Wassertrüdingen bei Ansbach in Bayern. Sie werfen Flaschen und Knaller gegen das Haus, dringen durch eine Hintertür ins Treppenhaus, entzünden zwei Kinderwagen und setzen so das Treppenhaus in Brand. Einige der 20 BewohnerInnen können den Brand selbst löschen. |
| 27.01.1998 |
Wald a.d. Alz, Lkr. Altötting |
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Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft |
| 14.05.1998 |
Aichach, Lkr. Aichach-Friedberg |
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Brandanschlag auf ein von 70 Menschen bewohntes Asylbewerberheim |
| 17.07.1999 |
Neuburg a.d. Donau, Lkr. Neuburg-Schrobenhausen |
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Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim: Unbekannte schleudern drei Molotowcocktails in die Unterkunft, in der zu diesem Zeitpunkt 8 Erwachsene und 14 Kinder schliefen. Sieben Jahre später wird gegen die zur Tatzeit zwischen 17 und 26 Jahre alten Männer der Prozess eröffnet: Sie müssen sich vor der Jugendkammer des Landgerichts Ingolstadt wegen versuchten Mordes verantworten. |
| 20.09.1999 |
München |
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Brandanschlag auf ein türkisches Lokal im Münchner Stadtteil Haidhausen |
| 15.04.2000 |
Dorfen, Lkr. Erding |
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Brandanschlag auf ein überwiegend von ausländischen Menschen und Sozialhilfe-EmpfängerInnen bewohntes Gemeindehaus. 2001 wurden die acht Täter zu Jugendstrafen bis zu sechs Jahren verurteilt. |
| 26.07.2000 |
Regenstauf, Lkr. Regensburg |
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Brandanschlag auf die Türe des Übersiedlerwohnheims |
| 23.08.2000 |
Hof (Saale) |
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Brandanschlag auf ein von insgesamt 220 Menschen bewohntes Asylbewerberheim im oberfränkischen Hof/Saale |
| 17.10.2000 |
Grainet, Lkr. Freyung-Grafenau |
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Ein jugendlicher Sympathisant der NPD verübt einen Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft. |
| 03.11.2000 |
Roth, Lkr. Roth |
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Brandanschlag auf eine leerstehende, aber wieder zur Belegung vorgesehene Asylbewerberunterkunft. |
| Februar 2001 |
Eggenfelden, Lkr. Rottal-Inn |
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Politisch motivierter Brandanschlag auf ein Fabrikgelände im niederbayerischen Eggenfelden - die Polizei entdeckte ein weißes Schild mit der Aufschrift "PLO" und zwei Judensternen. |
| 10.06.2001 |
Coburg |
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Brandanschlag auf ein überwiegend von Türken bewohntes Haus |
| 16.09.2001 |
München |
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Brandanschlag auf Moschee in München-Pasing |
| 26.10.2001 |
Neukirchen vorm Wald, Lkr. Passau |
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Brandanschlag auf ein Asylbewerberwohnheim in Sickenthal. Die 50 Bewohner konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen. |
| 21.11.2001 |
Aystetten, Lkr. Augsburg |
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Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim; die Täter im Alter von 15, 17 und 18 Jahren erhielten zwischen drei und sechs Jahren Jugendstrafe |
| 24.07.2003 |
Tirschenreuth, Lkr. Tirschenreuth |
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Brandanschlag auf eine Sinti-Großfamilie: Die Täter schleuderten drei Brandsätze in Richtung einer Wohnwagen-Siedlung, verfehlten jedoch die Wagen. Die 14 Erwachsenen und vier Kinder sind nicht verletzt worden. |
| 2003 |
Pliening, Lkr. Ebersberg |
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Die "Nationale Poinger Jugend" (NPJ) verübt einen Brandanschlag mit einem Molotow-Cocktail auf einen Pizza-Verkaufsstand in Pliening. |
| 16.10.2004 |
Höchstädt/Donau, Lkr. Dillingen a.d. Donau |
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Brandanschlag auf Asylbewerberheim mit Molotow-Cocktail - die Bewohner des Asylbewerberheimes konnten den Brand mit einem Feuerlöscher löschen, verletzt wurde niemand. |
| 27.07.2005 |
Manching, Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm |
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Vier Rechtsradikale im Alter von 15 bis 24 Jahren verüben einen Brandanschlag mit Molotow-Cocktails gegen einen Döner-Imbissstand. Deswegen und wegen einer Serie von Sachbeschädigungen erhielten sie Bewährungsstrafen von zwischen einem Jahr und zwei Monaten und einem Jahr und neun Monaten. |
| 26.08.2006 |
Volkach, Lkr. Kitzingen |
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Zwei Rechtsextremisten besorgen sich an einer Tankstelle Spiritus und Grillanzünder und setzen das Vereinsheim der Landjugend in Volkach in Brand. An der Holzfassade entsteht ein Sachschaden in Höhe von 5.000 Euro. Die beiden Täter reagieren damit auf Aufkleber mit der Aufschrift "Keine Toleranz für Nazis!", die sie an Briefkästen, Laternenmasten und Zigarettenautomaten vorgefunden hatten. Mit der Tat wollen sie sich an Personen aus der Punker-Szene rächen, denen sie die Verantwortung für die Aufkleber-Aktion zuschreiben.
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| Oktober 2006 |
Bad Windsheim, Lkr. Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim |
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Unbekannte warfen mehrere Brandsätze auf Häuser, die von Ausländern bewohnt werden. Am 27.03.2007 teilt die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth mit, dass vier Jugendliche aus der rechten Szene zwischen 16 und 18 Jahren den Anschlag verübt hatten. Die Täter hätten den Anschlag gestanden; zwei von ihnen waren bei ihrem Geständnis bereits seit drei Wochen wegen der Verwüstung eines jüdischen Friedhofs in Haft.
Die Täter wurden im Mai 2008 zu Jugendstrafen zwischen drei Jahren sowie fünf Jahren und acht Monaten verurteilt.
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