| Holocaustleugner / Vor Gericht | |||
| Rudolf leugnet: "Anklage nicht existent" |
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| redok | |
| 14.11.2006 | |
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Mannheim. Vor dem Landgericht Mannheim hat heute der Prozess gegen Germar Rudolf begonnen. Am ersten Prozesstag bezeichnete er den Holocaust als "gigantischen Betrug". Ihm wird Volksverhetzung sowie Beleidigung und Verunglimpfung
des Andenkens Verstorbener vorgeworfen.
Auf Beweisanträge wolle er als "Verschwendung von Zeit und Energie" verzichten, sagte Rudolf. Der als Vordenker und Organisator der Holocaustleugner-Szene geltende 42-ährige Chemiker betrachtet nach seinen eigenen Worten die "historischen Aussagen der Anklage als nicht existent". Im Zuschauerraum hielt sich unter anderem Horst Mahler auf, der morgen seine Haftstrafe wegen Volksverhetzung antreten muss. Rudolfs Verteidigerin Sylvia Stolz gab sich heute zahm und verzichtete auf Tiraden - im Gegensatz zum ebenfalls in Mannheim verhandelten Zündel-Prozess, wo sie wegen ihrer Störung des Prozesses vom Verfahren ausgeschlossen wurde. Rudolfs zweiter Verteidiger Jürgen Rieger erschien heute nicht zur Verhandlung. Für den Prozess sind acht Verhandlungstage angesetzt worden; mit einem Urteil wird für Ende Januar 2007 gerechnet. |