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Rechtsextremisten
REP weiter im freien Zerfall PDF Drucken E-Mail
redok   
27.12.2006
Magdeburg. Den "Republikanern" (REP) ist kurz vor den Weihnachtsfeiertagen der größte Teil des Landesverbandes Sachsen-Anhalt abhanden gekommen. In einer Austrittserklärung schrieb der REP-Landesvorsitzende Peter Walde, es gebe nach einer Welle von Partei-Austritten "keinen Landesvorstand und keine Kreisverbände mehr".

Peter und Heide Walde erklärten, mit ihnen hätten "der größte Teil des Landesvorstandes und viele Mitglieder sowie alle Kreisvorsitzenden" die Partei verlassen. Eine im Internet kursierende Namensliste umfasst neben diesen beiden Landesvorstandsmitgliedern weitere 15 Funktionäre, die jetzt die Partei verlassen haben.

Hintergrund der Austritte ist die gescheiterte Kandidatur zum REP-Parteivorsitz von Björn Clemens vor gut zwei Wochen, der die REP näher an die rechtsextreme "Volksfront" von NPD und DVU heranführen wollte. Ebenfalls kurz vor den Weihnachtsfeiertagen war der Parteiaustritt des Berliner REP- Landesvorsitzenden Peter Warnst bekannt geworden. Warnst wie auch der gescheiterte Gegenkandidat Clemens haben bislang keine Absichten für künftige politische Tätigkeiten geäußert. Dagegen hieß es in der Mitteilung der sachsen-anhaltinischen ehemaligen REPs, die Ausgetretenen wollten "politisch weiterhin aktiv bleiben, allerdings nicht bei den Republikanern".

Beim REP-Bundesverband sind die Austritte offenbar noch nicht angekommen, denn auf den Webseiten für die jeweiligen Landesverbände werden derzeit immer noch Warnst und Walde als Landesvorsitzende aufgeführt.