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NPD
Ausschluss soll Ruhe im Norden schaffen PDF Drucken E-Mail
redok   
14.01.2007
Berlin. Die derzeitige geschäftsführende Landesvorsitzende der Hamburger NPD Anja Zysk soll nach dem Willen der Berliner Zentrale aus der Partei ausgeschlossen werden. Gegen ihren Widersacher Thorsten de Vries wird ein "weiteres Verfahren" eingeleitet. Peter Marx soll die Neuwahl des Landesvorstandes organisieren.

Nach dem heutigen Beschluss des NPD-Parteivorstands soll Zysk "unter anderem wegen wiederholter Veröffentlichung vertraulicher Parteivorgänge" ausgeschlossen werden. De Vries habe "fortwährend und grob den Parteifrieden gestört", daher werde ein "weiteres Verfahren" gegen ihn durchgeführt, wobei in der NPD-Mitteilung nicht eindeutig von einem Ausschlussverfahren die Rede war. Maßnahmen gegen den von Zysk heftig angegriffenen Thomas Wulff, "persönlicher Referent" des Parteichefs Udo Voigt, werden in dem Vorstandsbeschluss nicht erwähnt.

Mit der Organisation der Landesvorstands-Neuwahl wurde Peter Marx "im Benehmen mit den Hamburger Kreisverbänden" beauftragt. Marx versuchte, die Haltung des Parteivorstandes neutral erscheinen zu lassen, indem er erklärte: "Frau Zysk kann sich - genau wie jedes andere Mitglied auch - beim nächsten Landesparteitag zur Wahl stellen." Die Entscheidung über einen neuen Landesvorstand liege in der Hand der Delegierten.

Unklar bleibt nach dem Vorstandsbeschluss, ob die Neuwahl des Hamburger Landesvorstandes wie bisher von Anja Zysk angekündigt bei einem Landesparteitag am 18. Februar stattfinden wird.