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NPD / Neonazis
Anti-Moschee-Aufzug verboten PDF Drucken E-Mail
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22.01.2007
Hamburg. Die von Rechtsextremisten organisierte Kundgebung gegen den Bau einer Moschee in Hamburg-Bergedorf am 10.02.2007 ist heute von der Hamburger Polizei verboten worden, wie in einem rechtsextremen Internetforum mitgeteilt wurde. Die geplante Kundgebung war Auslöser des erbitterten innerparteilichen Streits in der Hamburger NPD gewesen.

Die Demonstration war von der damaligen Hamburger NPD-Landesvorsitzenden Anja Zysk vorangetrieben worden. Im Landesvorstand der Partei hatte sie sich damit allerdings gegen ihre Widersacher nicht durchsetzen können; der Vorstand hatte die Kundgebung abgelehnt. Vor allem Thorsten de Vries hatte sich gegen diese Kundgebung gestemmt; auch dem langjährigen Neonazi und frischen NPD-Mitglied Jürgen Rieger war die geplante Veranstaltung offenbar nicht genehm. Zysk hatte ihren Kontrahenten daraufhin die Ansicht vorgeworfen, "daß die Islamisten in Deutschland unsere Freunde sind, mit denen wir es uns nicht verscherzen dürfen".

Nachdem sie im NPD-Landesvorstand mit dem Demo-Plan gescheitert war, hatte Matthias Faust, NPD-Mitglied ohne Parteifunktion und früheres REP-Mitglied, die Kundgebung als Privatmann angemeldet. Im Laufe der innerparteilichen Schlammschlacht war auch Faust mit einem Parteiausschluss-Verfahren durch seinen Kreisverband Eimsbüttel/Nord bedacht worden.

Nach Angaben des Hamburger Neonazis Christian Worch will Faust das polizeiliche Verbot der Kundgebung anfechten.