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Neonazis
"No-go-Area"-Aufkleber verteilt PDF Drucken E-Mail
redok   
23.05.2006
schutzbund-nogoHalle. Der "Schutzbund Deutschland" verteilt Aufkleber für sogenannte "No-go-Areas" über das Internet. Die Neonazi-Organisation mit Kontaktadressen in den Ost-Bundesländern hatte bereits früher von sich reden gemacht, als sie Hetzplakate gegen den Profifußballer Gerald Asamoah verteilt hatte.

Passend zur aktuellen Diskussion um sogenannte No-go-Areas - also gefährliche Gebiete insbesondere für farbige Menschen - verteilt die rassistische Kleinorganisation "Schutzbund Deutschland" Aufkleber über das Internet. Mit diesen No-go-Area-Aufklebern sollten angeblich die "Älteren, die Kinder, die Frauen und auch der Nachbar" vor dem Betreten von Stadtteilen, die man als Deutscher nachts besser meide, gewarnt werden. Wie es weiter heißt, könnten diese Aufkleber "natürlich [...] auch zur Warnung für unsere ausländischen Gäste benutzt werden".

Der Schutzbund Deutschland hatte bereits Anfang 2006 eine rassistische Kampagne gegen Gerald Asamoah, einen in Ghana geborenen Fußball-Nationalspieler, gestartet. Dabei wurde ein Plakat mit einem Foto von Asamoah angeboten, das mit dem Schriftzug versehen war "Nein Gerald, du bist nicht Deutschland - du bist BRD". Nach einer Klage musste die Truppe das urheberrechtlich geschützte Foto entfernen - und ersetzte es durch eine "Karikatur".

Für den No-go-Area-Aufkleber zeichnet ein Christof Schmidt mit Postfachadresse in Pritzwalk presserechtlich verantwortlich.