| NPD / Antisemitismus | |||
| Verschwundene Distanzierung |
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| redok | |||
| 17.03.2007 | |||
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Berlin. Einen Tag nach dem Fernsehbericht über die hitlergrüßenden NPD-Funktionäre in Budapest hatte sich die NPD von den "Ausfällen" ihrer Kader distanziert und innerparteiliche Konsequenzen angekündigt. Doch die Distanzierung hielt nur wenige Stunden vor: gestern Abend war die Mitteilung schon wieder spurlos von der NPD-Webseite verschwunden.
Am Donnerstag hatte das
Welcher Art Edelmanns Sangeskünste sind, wurde im Beitrag von Panorama überdeutlich. Der Neonazi aus der bayerischen Hauptstadt lief in Budapest zu antisemitischer Hochform auf und Nachdem NPD-Chef Udo Voigt den Journalisten in die Kamera gesagt hatte, es sei ihm "eigentlich piepschnurzegal", ob jemand den Hitlergruß zeige, empfand offenbar zumindest ein Teil der NPD-Führung diese entlarvende Episode als größeren Rückschlag im Bemühen um positive Öffentlichkeitsarbeit. Gestern erschien auf der NPD-Webseite eine harsche Stellungnahme des Partei-Generalsekretärs Peter Marx. Aus Schwerin distanzierte sich Marx "ausdrücklich" und "namens der NPD" von den "antisemitischen Ausfällen" der Parteifreunde. Die beiden rabiaten Neonazis seien zu einer "Stellungnahme" aufgefordert worden; die Vorwürfe würden in der nächsten NPD-Präsidiumssitzung auf der Tagesordnung stehen. Zudem müssten beide Bayern-Nazis "mit der Einleitung eines Schiedsgerichtsverfahrens rechnen". Mit derlei Distanzierungen war es jedoch schon kurze Zeit später wieder vorbei: Die von der NPD-Pressestelle herausgegebene Marx-Erklärung war schon nach wenigen Stunden spurlos von der Webseite verschwunden. Offenbar will es sich die NPD-Spitze in Berlin nicht verscherzen mit den rabiaten Kameradschaft-Nazis, die im Laufe der letzten Jahre immer mehr Funktionärsposten innerhalb der Partei eingenommen haben. |
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