| NPD / Neonazis | |||
| Neonazi-Geschäftsführer von der NPD |
|
|
|
| redok | |
| 22.04.2007 | |
|
Hof. Der neonazistische "Kampfbund Deutscher Sozialisten" (KDS) hat seine Bundesgeschäftsstelle neu besetzt. Geleitet wird das Büro der Truppe nun von Udo Sieghart, einem NPD-Funktionär aus Oberfranken.
"Nach einigen Irrungen und Wirrungen" habe jetzt "endlich" die neue Geschäftsstelle ihre Arbeit aufnehmen können, teilte die Organisation mit. Offenbar war die Arbeit der bisherigen Bundesgeschäftsstelle von Andreas Kühn in Bad Heringsdorf (Insel Usedom, Mecklenburg-Vorpommern) alles andere als zufriedenstellend verrichtet worden. Zwischenzeitig musste KDS-Leitungskader Thomas Gerlach aus Altenburg (Thüringen) selbst einspringen und Pamphlete oder Neonazi-Wandschmuck verschicken ("Jetzt auch Fahnen des KDS lieferbar"). Der neue Geschäftsstellen-Leiter hat bereits eine andere leitende Funktion: beim NPD-Bezirksverband Oberfranken ist Udo Sieghart aus Hof seit Mitte März stellvertretender Bezirksvorsitzender. Anlässlich dieser Neuwahl des Bezirksvorstandes hatte der Bezirksparteitag in Kulmbach eine pompöse Erklärung "Die Aufgabe der nationalen Bewegung" verabschiedet. Der KDS hatte seit Jahren vorgeblich versucht, eine "Querfront" zwischen rechts- und linksextremen Strömungen zu schaffen, in der Praxis blieb dieser Versuch jedoch weitgehend erfolglos. Mitbegründer des KDS war Thomas Brehl (Jahrgang 1957) aus Langen (Hessen) gewesen, der eine langjährige Karriere in diversen Neonazi-Organisationen wie der Wikingjugend (WJ) und der "Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten" (ANS/NA) als Stellvertreter des ANS-Führers Michael Kühnen hinter sich hat. Nachdem einige Kader wie etwa Norman Bordin in die NPD gewechselt waren oder aber wie Axel Reitz und Paul Breuer Gefängnisstrafen antreten mussten, lahmten die Aktivitäten der obskuren Truppe zunehmend. Freundschaftliche Beziehungen zu einigen NPD-Funktionären pflegt der KDS bereits seit einiger Zeit, so etwa zu Bundesvorstands-Mitglied Thomas Wulff oder zum stellvertretenden nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Claus Cremer. |