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Spiegel, Welt, Tagesspiegel, Berliner Zeitung
Im Blätterwald vom 29.05.2006 PDF Drucken E-Mail
redok   
29.05.2006
Heute aufgelesen: Die NPD macht in Ostdeutschland auf ehrbar und betreibt Arbeitsteilung mit den "Männern fürs Grobe". Eine Demo von Schwulen wird in Moskau von Skinheads zusammengeprügelt, ein grüner Bundestagsabgeordneter gleich mit; ein Kollege des Verprügelten meint, er könne sich nicht beklagen.

Der Spiegel berichtet über die Übergriffe auf Ausländer im Osten am Himmelfahrtstag: "In ganzen Stadtvierteln Berlins oder in den NPD-Hochburgen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns können die Rechten auf stabile Strukturen bauen." NPD-Funktionäre erscheinen als nette Nazis und bauen auf Nachbarschaftshilfe und "Suppenküchenstrategie". (Artikel nicht kostenfrei im Internet)

externer Link"Moskauer Miliz läßt Skinheads auf Schwule einprügeln", berichtet die Welt über die Gewalt gegen die verbotene Schwulen-Demo in Moskau. Im Tagesspiegel berichtet der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) über die Gewalttat, bei der er selbst verletzt wurde: externer Link"Die Polizei hat uns ausgeliefert". Die Berliner Zeitung externer Linkzitiert den stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Schockenhoff (Wahlkreis Ravensburg-Bodensee), Beck habe "grob fahrlässig" gehandelt und könne sich nicht beklagen, dass ihm der notwendige Schutz nicht gewährleistet werde. Die Teilnahme an einer verbotenen Demo im Ausland "lasse auf den Wunsch nach Selbstdarstellung schließen". Sein Ratschlag für Russland-Reisende: "Man muss sich auf die politische Ordnung eines Gastlandes einstellen." Beck nannte heute im ARD-Morgenmagazin die Äußerungen von Schockenhoff "skandalös": "Hätten sich die Bürger in Polen oder in der DDR an die politische Ordnung ihres Landes gehalten, dann hätten wir da heute noch kommunistische Diktaturen".