| NPD / Immobilien | |||
| Aus für braunes "Landschulheim" |
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| redok | |
| 26.09.2007 | |
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Berlin. Auf dem Landgut "Johannesberg" im brandenburgischen Rauen wird es kein NPD-Zentrum geben. Laut Medienberichten ist ein Käufer aus Westdeutschland dem bereits als Besitzer aufgetretenen NPD-Funktionär Andreas Molau zuvorgekommen. Am kommenden Samstag wollte Molau mit Parteifreunden bereits eine Feier auf dem Landgut veranstalten.
Übereinstimmend berichteten heute der Tagesspiegel und die Märkische Allgemeine über den gescheiterten Versuch Molaus, das Landgut zu erwerben. Der bisherige Eigentümer hatte in der vergangenen Woche den Verkauf an Molau widerrufen, obwohl laut der Märkischen Allgemeinen der Kaufpreis von rund 200.000 Euro bereits überwiesen war. Nun sei ein Steuerberater aus Westdeutschland zum Zuge gekommen, berichtet das Blatt. Der neue Eigentümer hat laut Tagesspiegel bereits vor einer Woche Nägel mit Köpfen gemacht und "bereits einen Vermerk im Grundbuch erreicht". Er will "aus Angst vor Racheakten von Neonazis anonym bleiben". Die Zeitung aus Berlin berichtet auch über eine Einladung auf das Gut Johannesberg zu einem "Mitteldeutschen Erntedank" am kommenden Samstag, die in Neonazi-Kreisen kursiert. Neben der "Familie Molau" laden demnach in dem Flugblatt auch der Berliner NPD-Chef Eckart Bräuniger, der sich um die Immobilie kümmert, und der Vorsitzende der Brandenburger NPD, Klaus Beier, "liebe Parteifreunde und Kameraden" ein. Die Gäste sollten auf dem Landgut auch übernachten können. Damit wird die Beurteilung untermauert, dass es Molau nicht wirklich um den Aufbau eines "Waldorf-Landschulheims" als private Unternehmung ging, wie er verkündet hatte, sondern vor allem um ein Schulungs- und Veranstaltungszentrum der NPD im Großraum Berlin und Brandenburg. Nach dem Erwerb durch einen anderen Käufer wird jedoch erwartet, dass dieser von seinem Hausrecht Gebrauch macht und die rechte Feier deshalb ausfallen muss. Offiziell war das Gut Johannesberg bereits im Mai von der Ehefrau des niedersächsischen NPD-Funktionärs Gonda Molau im Namen einer schwedischen Firma "Startplattan" gekauft worden. Laut dem heutigen Bericht der Märkischen Allgemeinen war der Kaufpreis zum Teil durch einen Kredit der Nord LB aufgebracht worden (Norddeutsche Landesbank, Landesbank für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, in Mecklenburg-Vorpommern auch als Sparkassenzentralbank tätig). Die schwedische Firma gehört jedoch Andreas Molau selbst, der damit offenbar die tatsächlichen Verhältnisse verschleiern wollte. Offenbar durch das öffentliche Aufsehen bedingt, hatte der bisherige Eigentümer in der letzten Woche einen Rückzieher gemacht und von der Molau-Truppe die Räumung des Landguts verlangt. Nun wird erwartet, dass der neue Eigentümer von Molau und Kameraden ebenfalls umgehend die Räumung verlangt. |