| Neonazis / Rechte Gewalt / Vor Gericht | |||
| 21 Monate Haft für "Sturm 34"-Mitglied |
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| redok | |
| 27.09.2007 | |
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Hainichen. Zu einem Jahr und neun Monaten Haft hat das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Hainichen (Sachsen) den 19-jährigen Pierre N. verurteilt. Der junge Mann aus Rochlitz hatte der Neonazigruppe "Sturm 34" angehört.
Verurteilt wurde Pierre N. gestern wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Sachbeschädigung sowie Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen. Er hatte gestanden, im Februar dieses Jahres in Rochlitz gemeinsam mit Gesinnungsgenossen drei als "Linke" verdächtigte Personen angegriffen und geschlagen zu haben. Die drei Opfer hatten an Anti-Rechts-Demonstrationen teilgenommen. Darüber hinaus befand ihn das Gericht für schuldig, am Neujahrsmorgen zusammen mit einem anderen Schläger einen 22-Jährigen brutal angegriffen und mit einem Schlagstock krankenhausreif geprügelt zu haben. In Geringswalde überfiel er mit anderen Neonazis eine ehemalige Schule, die Punkern als Treffpunkt diente. Am 01.06 war Pierre N. in Rochlitz mit drei Kumpanen von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, nachdem er am 30.05. auf einem Parkplatz vor einem Supermarkt einen 18-Jährigen geschlagen und getreten haben soll. Noch in der folgenden Nacht waren gegen 01.50 Uhr drei Frauen und zwei Männer vor dem Polizeirevier Rochlitz mit einem Transparent "Gegen deutsche Staatsgewalt" aufgetaucht und hatten lautstark "Auskunft zum Verbleib Pierre N´s." verlangt, so die Polizei. Am 02.06. erging ein Haftbefehl gegen Pierre N.. Während seiner Untersuchungshaft will sich der 19-Jährige von der rechten Szene gelöst haben; aus der NPD sei er ausgetreten. "Mir ist klar geworden, dass die rechte Szene nicht mein Halt ist", wurde er von der Lokalpresse aus der Verhandlung zitiert. Zusammen mit anderen Neonazis der Kameradschaft "Sturm 34" wird er noch in Dresden wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht stehen. Der "Sturm 34" war im April vom sächsischen Innenminister als kriminelle Vereinigung verboten worden. |